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Weiterer Abriss im Armeegebiet

Am Donnerstagabend ist der Beschluss zum Rückbau der ehemaligen Kaserne am Villingenring 4 in Zittau gefallen. Sie und zwei andere sollen 2021 fallen.

Der Villingenring 2 (oben, am Rand des Platzes) in Zittau ist inzwischen abgerissen worden. Nun soll die Kaserne, Villingenring 4 (2. Gebäude von oben am Rand des Platzes) fallen.
Der Villingenring 2 (oben, am Rand des Platzes) in Zittau ist inzwischen abgerissen worden. Nun soll die Kaserne, Villingenring 4 (2. Gebäude von oben am Rand des Platzes) fallen. © Thomas Mielke (Archiv)

Die Stadt treibt den Abriss des ehemaligen Armeegebietes in Zittau-Süd voran. Am Donnerstagabend hat der Technische und Vergabeausschuss des Stadtrates mit dem grundsätzlichen Baubeschluss den Weg für den Abriss der einstigen Kaserne Villingenring 4 freigemacht. Noch bis Jahresende soll auch die Planung für den Rückbau beschlossen werden. Die Maßnahme kostet rund 410.000 Euro. Von der Summe muss Zittau 20 Prozent tragen, der Rest wird mit Fördermitteln beglichen.

Laut Stadtentwicklungsgesellschaft soll der Abriss 2021 starten. Parallel dazu wird die Ausschreibung für den Rückbau der ehemaligen Soldaten-Mensa am Pistoiaer Weg 2 vorbereitet. Ziel ist nach Angaben der Stadtverwaltung ebenfalls der Abbruch im nächsten Jahr. Zudem soll der Pistoiaer Weg 5 2021 fallen. In diesem Jahr war die Kaserne, Villingenring 2, abgerissen worden.

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Zittau will das ehemalige Armeegebiet in den nächsten Jahren zurückbauen, weil die Gebäude seit Jahren ungenutzt verfallen, als gefährliche Spiel- und Aufenthaltsplätze dienen und die Sicherung sowie der Erhalt der unterirdischen Infrastruktur immense Kosten verursachen würde. Im Stadtrat ist das Vorgehen umstritten, da Zittau für den Bau der Kasernen nicht verantwortlich war, nun aber den Rückbau zum Teil aus der eigenen klammen Stadtkasse zahlen muss.

Laut des ursprünglichen Konzepts soll das Gelände begrünt, als Park genutzt werden und als Frischluftschneise für die Stadt genutzt werden. Inzwischen schließt OB Thomas Zenker (Zkm) andere Optionen wie den Bau von Einfamilienhäusern nicht mehr aus. Nur die Ansiedlung von Industrie kommt seinen Worten zufolge nicht infrage. Die mögliche Änderung der ursprünglichen Nachnutzungspläne kritisierte Stadtrat Matthias Böhm (Grüne) am Donnerstagabend im Ausschuss. (SZ/tm)

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