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Werden es doch mehr Parkplätze?

Rund 500 Zittauer haben gegen den laufenden Umbau der Inneren Weberstraße unterschrieben und wollen eine Neuplanung. Nun übernimmt die AfD.

Händlerin Bärbel Michel sammelt Unterschriften gegen die Planung der laufenden Baustelle auf der Inneren Weberstraße in Zittau.
Händlerin Bärbel Michel sammelt Unterschriften gegen die Planung der laufenden Baustelle auf der Inneren Weberstraße in Zittau. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die Händler geben nicht auf - auch wenn die Innere Weberstraße schon seit drei Monaten umgebaut wird. Im Kampf um mehr Parkplätze und eine andere Gestaltung haben sie inzwischen rund 500 Unterschriften gesammelt. Das teilt Rainer Scholz, Besitzer eines Hauses an der Inneren Weberstraße und Mitinitiator des Protests, mit. 

Parallel dazu hat sich Händlerin Bärbel Michel mit der Bitte um Unterstützung an die Stadträte gewandt. "Wir wenden uns höflich an Sie als unsere gewählten Vertreter, und bitten nachdrücklich darum, im Rahmen einer Beschlussfassung den Herrn Oberbürgermeister mit der Änderung der Straßenplanung für die Innere Weberstraße, im Sinne der Einwendung, zu beauftragen", schreibt sie. "Ziel soll sein, die ursprünglichen Parkplätze im Wesentlichen zu erhalten. Es geht hier um die gesunde und nachhaltige Entwicklung in der Innenstadt."

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Zwar heißt es, dass mehrere Stadträte ihre Unterstützung dafür signalisiert haben. Die AfD-Fraktion hat aber bereits Nägel mit Köpfen gemacht und einen Beschlussantrag eingereicht. Das bestätigte Fraktionschef Jörg Domsgen der SZ auf Nachfrage. In dem Antrag fordert die AfD unter anderem, dass die Planung den Wünschen der Anrainer entsprechend geändert wird und mehr Parkplätze geschaffen werden. "Im Rahmen der Planung ist Einvernehmen mit den Vertretern der Gewerbetreibenden, Eigentümer und Mieter der Inneren Weberstraße herzustellen", heißt es weiter. "Die Gestaltung des Justgässchen erfolgt nach historischem Vorbild unter Verwendung der dort verbauten Materialien." Begründet wird der Antrag unter anderem damit, dass die Betroffenen nicht ausreichend in die Planung einbezogen wurden. Dem hat die Stadtverwaltung allerdings mit Verweis auf Veranstaltungen zum Thema und Veröffentlichungen schon mehrfach widersprochen.

Der Antrag kommt voraussichtlich in der Novembersitzung auf die Tagesordnung des Stadtrates. Dann läuft die Baustelle bereits fünf Monate. 

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