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Ausgezeichneter Bau nach Zittauer Plänen

Die AIZ hat in Teltow ein Projekt betreut, das eine hässliche Lücke in der Stadt schließt und einige Besonderheiten aufweist. Jetzt gibt's einen Preis dafür.

Durch den Neubau sind 55 barrierearme Wohnungen entstanden. Generalplaner war die AIZ Bauplanungsgesellschaft mbH aus Zittau.
Durch den Neubau sind 55 barrierearme Wohnungen entstanden. Generalplaner war die AIZ Bauplanungsgesellschaft mbH aus Zittau. © AIZ Bauplanungsgesellschaft mbH

Dem Nachbarn begegnen, das Miteinander fördern, Emotionen wecken: Wenn Geschäftsführer Fred Milke von der AIZ Bauplanungsgesellschaft mbH aus Zittau über den Neubau im brandenburgischen Teltow erzählt, dann zeigen diese Punkte die Besonderheiten auf. Er und sein Team haben sich mit ihrem Entwurf bei einem Wettbewerb durchsetzen können und das Projekt als Generalplaner begleitet - von der Entstehung im September 2016 bis zur Fertigstellung Mai 2019. Eines, das diesen Mittwoch mit dem "Gewohnt gut - fit für die Zukunft"-Qualitätssiegel ausgezeichnet wird.

Das verleiht der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen sechsmal an jene, deren Bestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Im Mittelpunkt stehen dabei Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Die Verleihung unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) sollte ursprünglich schon im Juni stattfinden, fiel aber wegen der unsicheren Lage durch Corona aus.

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Die Teltower Wohnungsbaugenossenschaft als Bauherr erhält den Preis zum ersten Mal. Auf dem Grundstück an der Albert-Wiebach-Straße stand vorher eine Kaufhalle aus DDR-Zeiten, die lange Zeit ungenutzt war - umgeben von Kindergarten und Schule. Nun gibt's hier zwei neue energieeffiziente Häuser mit 55 barrierearmen Wohnungen, die von 55 bis 110 Quadratmetern variieren. Balkone, Dachterrassen und Gärten gehören dazu. Die Preise reichen von 8,20 Euro bis 10,50 Euro nettokalt - je nach Ausstattung. "Noch vor Baubeginn waren alle Wohnungen vergeben", berichtet Fred Milke. Für ihn sind vor allem die Kolonnaden im Innenhof eine Besonderheit der Gebäude, worüber die Mieter in ihre Wohnungen gelangen. Oftmals sei es doch so, dass kaum jemand seinen Nachbarn kenne, sagt der 59-Jährige. Hier habe jeder mehr Kontakt mit seinen Mitmenschen. "Solche Beispiele gibt es noch relativ selten."

Auszeichnungen hat die AIZ schon bei anderen Projekten erhalten: Für die Friedrich-Fröbel-Schule Olbersdorf gab's eine im Bundeswettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2011", für das Stadtbad Zittau 2014 den Public-Value-Award. Dass er und sein Team nun ein weiteres anerkanntes Projekt vorweisen können, macht Fred Milke trotzdem stolz. "Können wir doch so als Zittauer Büro überregional Zeichen setzen", meint er und wird sich die Urkunde ins Büro hängen. Zudem sei die Planung bei Bauvorhaben immer weniger wert, der Sittenverfall nehme zu. "Doch wer billig plant, baut nicht unbedingt billig." 

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