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Auch Mittwoch Protestspaziergang in Zittau

Am dritten Tag in Folge sind am vergangenen Abend Kritiker der Corona-Maßnahmen um den Stadtring gelaufen - und die Polizei läuft hinterher.

So sah es am Montag auf dem Zittauer Stadtring aus: Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die Spaziergänger, die gegen die Corona-Maßnahmen protestieren. Wird das zur Regel?
So sah es am Montag auf dem Zittauer Stadtring aus: Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die Spaziergänger, die gegen die Corona-Maßnahmen protestieren. Wird das zur Regel? © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Nach Montag und Dienstag haben sich auch am Mittwochabend wieder Kritiker der Corona-Maßnahmen auf dem Zittauer Stadtring zum "Spazierengehen" getroffen. Die Polizei spricht von über 50 Personen, die sich versammelt hatten und entgegen der Fahrtrichtung den Gehweg entlang liefen. Die Teilnehmer hätten keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.

Die Polizei wertet diese als "Ringspaziergang" bekannt gewordene Protestaktion gegen die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen als "unangemeldeten Aufzug". Polizisten des Zittauer Reviers hätten die Teilnehmer mit Unterstützung des Einsatzzuges kontrollieren wollen, um deren Identitäten festzustellen, so ein Polizeisprecher. Mehrere Personen wären geflüchtet, offenbar um sich der Maßnahme zu entziehen.

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"Im Anschluss begaben sich diese Teilnehmer wieder auf den Stadtring und setzten ihren Aufzug fort", so der Sprecher. Im Ergebnis stellten die Einsatzkräfte die Identitäten von neun Versammlungsteilnehmern fest. Die Beamten fertigten entsprechende Ordnungswidrigkeitsanzeigen. "Während der Identitätsfeststellungen der Frauen und Männer zwischen 20 und 54 Jahren fuhren zwei Pkw immer wieder an den kontrollierenden Beamten vorbei und hupten. Sie erhielten eine Anzeige wegen der unzulässigen Nutzung der Schallzeichen innerhalb geschlossener Ortschaften", heißt es im Polizeibericht.

Bisher fanden die Spaziergänge immer montags statt. Die letzten beiden Demonstrationen, an denen über 500 Menschen teilnahmen, waren von einem massiven Großaufgebot der Polizei begleitet. Im Zuge polizeilicher Maßnahmen ist es auch zu verbalen und tätlichen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Organisatoren der Ringspaziergänge treten nicht öffentlich in Erscheinung. Es gibt auch keine offiziellen Anmeldungen bei der Versammlungsbehörde. Die Polizei stellt deshalb jedes Mal eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gegen Unbekannt. (SZ/ju)

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