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Zieht das Museum in Baugewerkeschule?

Die Zittauer Stadtverwaltung prüft die Option, aber bis zu einer Entscheidung ist der Weg noch steinig und lang.

Er ist einer von vielen, die sich die Wiederbelebung der ehemaligen Baugewerkeschule am Zittauer Stadtring wünschen; Gottfried Soukup, Kulturfreund, Ex-Stadtrat und ehemaliger Kreis-Amtsarzt. 2018 hatte er Vorschläge für die Nutzung unterbreitet.
Er ist einer von vielen, die sich die Wiederbelebung der ehemaligen Baugewerkeschule am Zittauer Stadtring wünschen; Gottfried Soukup, Kulturfreund, Ex-Stadtrat und ehemaliger Kreis-Amtsarzt. 2018 hatte er Vorschläge für die Nutzung unterbreitet. © Matthias Weber (Archiv)

Wird die seit 2014 leer stehende ehemalige Baugewerkeschule in absehbarer Zeit wieder mit Leben erfüllt? Die Stadt prüft jetzt den Umzug von Teilen des Museums in das historische Gebäude am Stadtring. Wie Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) auf SZ-Anfrage mitteilte, laufen bereits Gespräche mit dem Denkmalschutz über bauliche Fragen wie die Errichtung eines zweiten Rettungsweges und dem Landkreis Görlitz als Erbbaupächter des Gebäudes. Aktuell wird folgende Nutzungsidee konkret geprüft:

  • Verlagerung und Wiedereröffnung des Curt-Heinke-Museums (Naturhistorische Sammlung)
  • Ergänzung durch Exponate aus dem Bestand der Kraftwerksstiftung Hirschfelde
  • Verlagerung Museumsverwaltung
  • Einrichtung eines dringend benötigten Pädagogikbereichs der Städtischen Museen
  • Vermarktung des Exnerschen und des Hauptschen Hauses
  • Verschiedene Funktionalitäten der Museumsbereiche (Kasse, Shop, WC-Zugänge) sind in dieser Nutzungsvariante ebenfalls zu überprüfen und neu zu verorten beziehungsweise gegebenenfalls durch weitere sinnvolle Funktionen zu ergänzen
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Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich laut vorläufiger Schätzungen auf rund 3,5 Millionen Euro, die im besten Fall mit bis zu 90 Prozent gefördert werden könnten. Mit einer Entscheidung im Stadtrat und damit einer schnellen Umsetzung ist nicht zu rechnen. "Angesichts der Haushaltslage der Stadt Zittau wird dieses vielversprechende Projekt vorerst ohne Kostenentwicklung vorbereitet und ein möglicher Grundsatzbeschluss bezüglich Planung, Vertragslage und Antragstellung vorläufig zurückgestellt", so Zenker.

Seit die Volkshochschule Dreiländereck vor rund sieben Jahren auszog, wurden verschiedene Nutzungen diskutiert. So sollte die Baugewerkeschule mal Technisches Rathaus, mal Ausweichstandort für eine Schule und mal Schulungszentrum für einen Bildungsträger werden. Auch private Vorschläge wie die des ehemaligen Stadtrates Gottfried Soukup zur Nutzung für die Kultur gab es. Alle Varianten wurden wieder verworfen.

Das reichlich 170 Jahre alte und zwischenzeitlich sanierte Gebäude ist stadtbildprägend. Auch wenn der Landkreis Erbbaupächter ist "sehe ich als Oberbürgermeister die Stadt Zittau durchaus in der Pflicht, die Nutzung für ein derart bedeutsames Gebäude ihres ehemaligen Stadtbaudirektors inmitten des Flächendenkmals Gründer Ring an einem besonderen Stadteingang mit zu ermöglichen beziehungsweise dabei zu helfen, Nutzer zu finden", so Zenker. "Die Bequemlichkeit eines Erbbaupachtvertrags enthebt uns nicht unserer Verantwortung für diesen wichtigen Eingangsbereich in unserer Stadt."

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