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Mit direktem Blick auf den Friedhof

Das Bestattungsinstitut Fuchs ist mit seiner Zittauer Filiale umgezogen. Lage und Eigentum spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Andreas Räffler (links) und sein Chef André Fuchs (rechts) arbeiten nun in den neuen Büroräumen auf der Hammerschmiedtstraße.
Andreas Räffler (links) und sein Chef André Fuchs (rechts) arbeiten nun in den neuen Büroräumen auf der Hammerschmiedtstraße. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

André Fuchs sitzt in seinem neuen Büro in Zittau und bearbeitet die jüngsten Todesfälle. Der Umzug klappte reibungslos. Freitag rückte der Umzugslaster an, um das Mobiliar an den neuen Standort zu bringen. Montag startete der Betrieb in den neuen Räumen an der Hammerschmiedtstraße. Gespräche mit Hinterbliebenen über die Beerdigung stehen im Terminkalender, zwischendurch sind eine Menge Formalitäten wie Absprachen mit dem Standesamt zwecks Sterbeurkunden, mit den Friedhofverwaltungen, Geistlichen und Trauerrednern zu erledigen. "Es war ein nahtloser Übergang", sagt André Fuchs, der seit 32 Jahren als Bestatter tätig ist.

Von seinem neuen Büro blickt er direkt auf den Haupteingang des Frauenfriedhofes. Eine optimale Lage für sein Bestattungsinstitut, findet der 55-Jährige. Dabei war auch der bisherige Standort nicht schlecht gelegen - Hundert Meter Luftlinie entfernt an der Kreuzung Brückenstraße. Das dortige Gebäude habe man von jeder Ecke aus gesehen, so Fuchs. Und doch entschied er sich für den Umzug. Denn der neue Standort hat einen entscheidenden Vorteil - das Haus gehört André Fuchs. Er hat es vor einigen Monaten gekauft und nun für die neue Nutzung umbauen lassen. So wurde beispielsweise das große Schaufenster durch kleinere Fenster ersetzt.

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Dass er mit seinem Bestattungsinstitut noch mal umziehen würde, daran hätte André Fuchs vor drei Jahren nicht gedacht. Denn damals war er erst wenige Monate an der Brückenstraße ansässig. 2016 war sein Bestattungsinstitut von der Görlitzer Straße an die Kreuzung Brückenstraße umgezogen.

Bei seiner Arbeit fiel André Fuchs immer wieder der leere Laden gegenüber dem Frauenfriedhof auf. Das wäre doch das Richtige, sich zu präsentieren, dachte er sich. Und so nahm er Kontakt mit dem Vorbesitzer auf und kaufte ihm das Haus ab. Endlich in den eigenen vier Wänden arbeiten zu können, war ein weiterer Grund, der für den Umzug sprach. In der Brückenstraße 1 war er zuvor nur eingemietet, ebenso wie am vorherigen Standort an der Görlitzer Straße.

Der Zuspruch der Kunden und der geschäftliche Erfolg habe ihn bestärkt, noch mal umzuziehen. Dass es in unmittelbarer Nähe ein weiteres Bestattungsinstitut gibt, stört André Fuchs nicht. "Wir müssen uns vor den Mitbewerbern nicht verstecken", findet der 55-Jährige. Auch am Standort Brückenstraße gab es in nicht allzu großer Entfernung ein weiteres Bestattungsinstitut. 

André Fuchs setzt darauf, dass es sich bei seinem Unternehmen um eine einheimische Firma handelt. Außerdem spreche die langjährige Erfahrung für sich.  Er war ab 1988 zuerst bei einem kommunalen Betrieb angestellt und machte sich 1998 selbstständig. Auch sein Mitarbeiter, Andreas Räffler, ist seit mittlerweile 19 Jahren in der Branche tätig, hat spezielle Lehrgänge zur Trauerbewältigung und Trauerpsychologie absolviert und leitet nun die Zittauer Filiale. 

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