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99 Rotsünder

Vor einem Jahr sind Zittaus erste Rotblitzer scharf geschaltet worden. Sie sind wechselseitig, nicht dauerhaft in Betrieb - und liefern manchmal unscharfe Bilder.

Einer der beiden Zittauer Rotblitzer.
Einer der beiden Zittauer Rotblitzer. ©  Rafael Sampedro (Archiv)

Immer wieder sind Autofahrer bei Rot über die B96-Kreuzungen Dresdner/Rathenaustraße und Freudenhöhe gedonnert. Bis sich Zittau wegen der vielen Unfälle an den Landkreis mit der Bitte um die Installation von Rotblitzern gewandt hat. 

Nach einigen Anlaufproblemen wie der Blockade eines Fußweges bei der Aufstellung und Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Technik sind die beiden Blitzer am 15. November 2019 in Betrieb gegangen. Allerdings gibt es nur eine Kamera, die wechselweise in den zwei Anlagen zum Einsatz kommt.

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Auf SZ-Anfrage hat das Landratsamt nun die Bilanz des ersten Jahres mitgeteilt: Demnach hat die Kamera insgesamt 99 mal Rotsünder ertappt. An der Dresdner Straße war der Blitzer vom 1. bis 29. Januar 2020 und vom 20. Februar bis 28. September 2020 aktiv. "Dabei kam es zu insgesamt 34 einfachen Rotlichtverstößen, welche mit 90 Euro geahndet werden", teilte eine Sprecherin des Amtes unter Berufung auf das Ordnungs- und Straßenverkehrsamt mit. "Von diesen Verfahren sind 23 abgeschlossen, zwei eingestellt und neun noch offen."

Im gleichen Zeitraum gab es an der Kreuzung Dresdner/Rathenaustraße 34 harte  Verstöße, bei denen die Ampel bereits länger als eine Sekunde Rot zeigte, bevor die Kamera auslöste. Die Strafe dafür sind 200 Euro Geldbuße und ein Monat Fahrverbot. "Hier sind zwölf Verfahren abgeschlossen, sechs eingestellt und 16 offen", so die Sprecherin.

An der Freudenhöhe war der Rotblitzer vom 29. Januar bis 20. Februar 2020 im Einsatz und löste 28 wegen einfacher und dreimal wegen schwerer Rotsünden aus. Sechs Verfahren wurden eingestellt. "Die häufigsten Gründe für die Einstellung war eine schlechte Bildqualität", so die Sprecherin.

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