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Brücke in Hartau abgerissen

Das Bauwerk ist immer maroder geworden und Ende September zum Teil eingestürzt. Ein Erinnerungsstück an ihre einstige Funktion muss nun umziehen.

Einst für den Kohleabbau in Hartau gebaut, wurde diese Brücke nun abgerissen.
Einst für den Kohleabbau in Hartau gebaut, wurde diese Brücke nun abgerissen. © Foto: Stadt Zittau

Über den Winter wird die "Lore" noch etwas aufgearbeitet, im Frühjahr soll der alte Grubenbahn-Hänger dann an einem neuen Standort wieder ausgestellt werden. Bisher stand das historische Gefährt auf einem alten Gleis unter der Brücke "An den Brüchen". Dort konnte sie jedoch nicht länger stehen bleiben, denn die Brücke im Zittauer Ortsteil Hartau war in einem schlechten Bauzustand. Und der wurde von Jahr zu Jahr immer schlechter.

Die Tragfähigkeit musste deshalb herabgesetzt werden, teilt Zittaus Pressesprecher Kai Grebasch auf SZ-Nachfrage mit. Nach der letzten Bauwerksprüfung sollte die Belastung der Brücke auf drei Tonnen beschränkt werden, zuvor waren es neun Tonnen. Laut Einschätzung der Prüfer wurde die Reparatur der Brücke als unwirtschaftlich angesehen und ein Ersatzneubau für 180.000 Euro empfohlen. Da der Bau einer neuen Brücke in absehbarer Zeit eher unwahrscheinlich ist, so Grebasch, wurde dem Hartauer Ortschaftsräten der Abriss der Brücke vorgeschlagen.

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Dem Abbruch wurde zugestimmt - auch weil die alte Brücke, die aus den Hartauer Grubenbahnzeiten stammte, keine Funktion mehr hatte. Unter ihr befand sich nur noch ein Gleis mit besagter "Lore" zu Erinnerungszwecken.

Vor einigen Wochen musste dann schnell etwas getan werden, denn Ende September kam es zu einem Teileinsturz der Brücke, durch den die Sperrung der Straße "An den Brüchen" notwendig wurde. Um die Befahrbarkeit der Straße wieder zu gewährleisten, wurde nun die Brücke ausgebaut und verfüllt.

Wo die "Lore" künftig stehen soll, steht übrigens noch nicht endgültig fest. Es gebe laut Hartaus Ortsbürgermeisterin Carola Zimmer (Freie Wähler) dafür drei Favoriten. Spätestens wenn der Grubenbahn-Hänger wieder aufgearbeitet ist, soll der neue Standort klar sein.

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