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Verschnaufpause fürs Boahnl

Während der Betrieb bei der Zittauer Schmalspurbahn ruht, laufen an den Strecken verschiedene Arbeiten. Dabei hat sie Glück im Unglück.

In den vergangenen Tagen hat eine Firma auf der Strecke in der Nähe des Bahnhofes Kurort Oybin-Niederdorf Bäume gefällt und Sträucher entfernt.
In den vergangenen Tagen hat eine Firma auf der Strecke in der Nähe des Bahnhofes Kurort Oybin-Niederdorf Bäume gefällt und Sträucher entfernt. © Dietmar Ullrich

Seit diesem Monat stehen wie jedes Jahr um diese Zeit die Züge der Zittauer Schmalspurbahn still, stattdessen haben die Arbeiten an den Strecken begonnen. Bis Freitag kommender Woche wird gebaut und werden Bäume verschnitten, wie die Soeg mitteilt. In den vergangenen Tagen liefen die Arbeiten auf der Strecke in der Nähe des Bahnhofes Kurort Oybin-Niederdorf. Neben größeren Bäumen am Hange des Bahndammes hat die beauftragte Firma auch viele Sträucher entfernt, unter anderem wegen der Brandgefahr durch Funkenflug. Die Baumstämme werden als Anfeuerholz für die Lokomotiven genutzt.

Dabei hat die Zittauer Schmalspurbahn Glück im Unglück: Der Lockdown-Monat November fällt in die sowieso jedes Jahr geplante Zeit der Betriebsruhe, was den wirtschaftlichen Schaden nach eigenen Angaben in Grenzen hält. Im Dezember sollen die ausgefallenen Zug-Kilometer vom April ausgeglichen werden. Dafür beginnt der Fahrplan der Hauptsaison mit Zweizugbetrieb bereits am 5. Dezember und gilt bis 3. Januar 2021. Doch wegen der Pandemie kann die Soeg diesen Monat auch keine Übernachtungen anbieten. "Notwendige Stornierungen werden selbstverständlich ohne Stornokosten behandelt", so das Unternehmen.

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In dem Zusammenhang bedankt sich die Geschäfts- und Betriebsleitung bei allen Fahrgästen und dem Personal für das Durchhalten in der schwierigen Situation in diesem Jahr. "Die allermeisten Fahrgäste hatten Verständnis für die gesetzlichen Vorgaben im Zusammenhang mit der Pandemie, wie beispielsweise Mund- und Nasenschutz sowie Abstandsregeln", berichtet sie. "Das Personal musste diesbezüglich oftmals an seine Grenzen gehen." Erschwerend hinzu kamen die Lokausfälle, verursacht durch die sechsmonatige Verspätung der Auslieferung der "99 758" durch das Dampflokwerk Meiningen. Dafür hat die "99 749" nach ihrer Verlängerungsuntersuchung bis zum Schluss durchgehalten.

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