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Lage in Krankenhäusern stabilisiert sich

41 Sanitäter der Bundeswehr helfen derzeit noch in den Krankenhäusern im Kreis Görlitz. Ob ihr Einsatz verlängert wird, ist offen. Und wann fällt die Ausgangssperre?

Sophie Wasiliga und René Kühn gehören zu den 83 Bundeswehrsoldaten, die seit November in den Krankenhäusern des Kreises Görlitz im Einsatz waren und zum Teil noch sind.
Sophie Wasiliga und René Kühn gehören zu den 83 Bundeswehrsoldaten, die seit November in den Krankenhäusern des Kreises Görlitz im Einsatz waren und zum Teil noch sind. © Bundeswehr/Anne Weinrich

Martina Weber ist "vorsichtig optimistisch: Die Zahl der Corona-Infektionen geht zurück, die Lage auf den Intensiv- und Covid-Stationen in den Krankenhäusern stabilisiert sich", sagte die Gesundheits- und Sozialdezernentin des Landkreises Görlitz am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz.

Damit stehe nun auch der weitere Amtshilfeeinsatz der Bundeswehr im Kreis auf dem Prüfstand. 83 Soldatinnen und Soldaten aus dem Sanitätsdienst waren seit dem 11. November 2020 in den Krankenhäusern des Kreises im Einsatz. Sie waren Retter in der Not. "Ohne sie hätten wir unsere Aufgaben nicht mehr erfüllen können", so sieht es Landrat Bernd Lange (CDU).

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Und so sieht es auch Generalarzt Dr. Bruno Most vom Bundeswehrkommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung. "Wir haben hier wirklich helfen können", sagte er. Der Kreis Görlitz sei der Schwerpunkt der Sanitätseinsätze in ganz Deutschland. Die täglichen Erlebnisse mit Schwerstkranken und Sterbenden seien aber auch für die Soldaten sehr schwer gewesen.

Derzeit arbeiten noch 41 Sanitäter der Bundeswehr in den Krankenhäusern mit. Der Einsatz dauert offiziell bis zum 19. Februar. Ob er darüber hinaus verlängert wird, sei von der weiteren Entwicklung der Pandemielage abhängig, so der Landrat. Man müsse die Lage weiter verfolgen und "zu gegebener Zeit entscheiden", sagte er. Die Bundeswehr sei auf einen Abzug am 19. Februar nicht festgelegt. "Wir werden bleiben, so lange wir gebraucht werden", erklärte der Generalarzt.

Wann fällt die Ausgangssperre?

Können die Einwohner des Landkreises nun auch bald mit Lockerungen der strengen Corona-Schutzbestimmungen rechnen? Landrat Bernd Lange denkt zumindest darüber nach. Fällt der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert im Kreis auf unter 100 Infizierte pro 100.000 Einwohner, hätte der Landkreis die Möglichkeit, beispielsweise die nächtliche Ausgangssperre oder das öffentliche Alkoholverbot aufzuheben.

Noch will der Landrat sich nicht festlegen. "Wir werden uns aber einer Lockerung nicht verschließen, wenn wir die Möglichkeit dazu haben", kündigte er am Mittwoch an. Der im Gesundheitsamt des Kreises ermittelte Inzidenz-Wert lag da bei 135, die Zahl des Robert-Koch-Instituts bei 106.

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