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Nun soll es eine einfache Brücke werden

Nach dem Aus der dreiseitigen Variante gibt es neue Pläne für den Dreiländerpunkt bei Hartau. Denen Zittau nur unter einer Bedingung zustimmt.

Das waren die Entwürfe der Dreiländer-Brücke zwischen 2004 und 2020.
Das waren die Entwürfe der Dreiländer-Brücke zwischen 2004 und 2020. © SZ-Archiv

Auf Vorschlag der tschechischen Seite soll statt der dreiarmigen Brücke über die Neiße am Dreiländereck nun eine einfache zwischen der tschechischen und deutschen Seite gebaut werden. Darüber informierte Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) die Stadträte. Auch die tschechische Partnerstadt Hradek (Grottau) bestätigte diese Aussage gegenüber der SZ.

Das Hradeker Rathaus wird sich eigenen Angaben zufolge den Hut für das Projekt aufsetzen. Einen Entwurf für die Fußgänger- und Radwegbrücke soll das Liberecer Büro Valbek, das bereits eine der dreiseitigen Varianten entworfen hatte, erarbeiten. Die Kosten in Höhe von rund 7.000 Euro übernimmt der Verbund der Partnerstädte Bogatynia (Reichenau), Hradek und Zittau, das "Kleine Dreieck". Die Hradeker hoffen, dass für den Bau der Brücke bis spätestens 2027 EU-Fördermittel bewilligt und sie dann gebaut werden kann.

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Zenker will den Plänen, die vor der Umsetzung noch von den Stadträten bewilligt werden müssen, eigenen Angaben zufolge aber nur unter einer Bedingung zustimmen: Wenn das Areal am Dreiländerpunkt parallel zum Bau deutlich aufgewertet wird, Symbolkraft bekommt und damit auch ohne dreiarmige Brücke zum Anziehungspunkt wird. Konkrete Vorstellungen dafür gibt es aber noch nicht. Zumal die Hradeker offenbar von dieser Bedingung noch nichts wissen: "Es ist nur mit kleineren kosmetischen Veränderungen zu rechnen, zum Beispiel mit Bänken und Sanitäreinrichtungen auf der tschechischen Seite", heißt es dazu aus dem Rathaus der tschechischen Stadt.

Die Idee einer Brücke, die alle drei Seiten verbindet, war 2020 nach 14 Jahren Vorbereitung verworfen worden. Hauptgründe dafür waren die über die Jahre deutlich gestiegenen Kosten und Gesetze in den drei Ländern, die nicht in Einklang zu bringen waren. Deutschland liegt auf der einen Seite der Neiße, Tschechien und Polen auf der anderen. Über den kleinen Grenzbach zwischen den beiden Nachbarstaaten gibt es bereits eine Mini-Brücke.

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