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Zittau

Infektionsschutz als Zugnummer

Ansteckende Krankheiten haben sich über die Eisenbahn schneller ausbreiten können. Deshalb kam schon 1885 eine Dienstanweisung heraus.

Bei der DDR-Reichsbahn galt die altbewährte Regel im Wesentlichen weiter, hier das Deckblatt eines Exemplars der Vorschrift von 1963.
Bei der DDR-Reichsbahn galt die altbewährte Regel im Wesentlichen weiter, hier das Deckblatt eines Exemplars der Vorschrift von 1963. © SZ

Abstand halten. Mund- und Nasenbedeckung. Das ist derzeit Alltag. Auch in Bus und Bahn. Forscher konnten belegen, dass sich ab etwa 1885 Krankheiten durch das Verkehrsmittel Eisenbahn schneller ausbreiteten. Kein Wunder, dass sich da schon früh der Deutsche Eisenbahn-Verkehrsverband damit beschäftigte. Heraus kam die „Dienstanweisung zur Bekämpfung ansteckender Krankheiten im Eisenbahnverkehr“ vom 1. Januar 1925.

Erstaunlich: Als Nachfolger blieb sie in Verordnungen der (alten) Deutschen Reichsbahn (1938), der Deutschen Bundesbahn und der (DDR-)Deutschen Reichsbahn (jeweils 1963) fast in gleichem Wortlaut, bekam sogar eine identische Nummerierung: Bei der Bundesbahn galt sie als „Dienstanweisung DA 623“, bei der Reichsbahn als „Dienstvorschrift DV 623“. Geregelt wurde die Trennung erkrankter von gesunden Reisenden, das Separieren von Kontaktpersonen, das Händewaschen „mit Seife und Bürste“, die Übergabe an medizinisches Personal auf dem nächsten Bahnhof sowie das Desinfizieren von Abteilen mit allerlei chemischen Mitteln.

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