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Im Neißetal gibt es wieder Sitzbänke

2016 waren die Bänke am Neißeradweg im Streit abgebaut worden. Seitdem haben die Stadt Ostritz und der Waldbesitzer um eine Lösung gerungen - und nun gefunden.

Drei Sitzbänke sind im Neißetal zwischen Hirschfelde und Ostritz aufgestellt worden.
Drei Sitzbänke sind im Neißetal zwischen Hirschfelde und Ostritz aufgestellt worden. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Endlich können Wanderer und Radfahrer im Neißetal zwischen Hirschfelde und Ostritz wieder eine Pause einlegen. Seit Kurzem stehen an dem Rad- und Wanderweg, der entlang der Neiße führt, drei Sitzbänke.

Im Sommer vor fünf Jahren wurden sieben Bänke durch die Stadt Ostritz abgebaut. Die Salm Boscor GmbH als Eigentümer des früheren Klosterwaldes hatte die Stadt dazu aufgefordert. Die Aufregung über den Abbau der Bänke war bei den Radlern und Wanderern groß. Sie forderten, dass wieder Sitzmöglichkeiten aufgestellt werden. Und das auch auf ungewöhnliche Art - so mit der Klappstuhl-Aktion. Ein paar Sportlerinnen aus Ostritz hatten sich mit einem Klappstuhl ins Neißetal gesetzt, um auf die fehlenden Bänke aufmerksam zu machen.

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Doch Waldbesitzer und die Stadt Ostritz rangen fünf Jahre um eine Lösung zu den Neißetal-Bänken. Im Grunde ging es dabei um die Frage, wer zuständig ist, wenn einem Radler oder Wanderer beispielsweise ein Ast auf den Kopf fällt. Nun gibt es eine Einigung zwischen beiden Seiten, bestätigt die Ostritzer Bürgermeisterin Marion Prange (parteilos).

Die Benutzung der Bänke erfolgt demnach auf eigene Gefahr. Wenn ein Ast herunterfällt und jemanden auf der Bank trifft, kann der Verunglückte keine Haftungsansprüche gegenüber der Stadt Ostritz oder dem Waldeigentümer geltend machen.

Jeden Montag ist der Mitarbeiter des Ostritzer Bauhofes im Neißetal unterwegs, um die Mülleimer zu leeren. Dabei wird auch nach heruntergefallenen Ästen geschaut. Das gilt ebenso nach jedem Sturm. Werden Bäume entdeckt, die gefährlich über den Bänken oder dem Radweg hängen, informiert die Stadt den Waldeigentümer, der dann für die Beseitigung der Gefahrenstelle sorgt.

Darüber hinaus gibt es jedes Jahr eine Baumschau. Dabei wird geschaut, welche Bäume im Umfeld des Radweges oder der Bänke gefällt oder zumindest zurückgeschnitten werden müssten. Für die Umsetzung ist dann ebenfalls der Waldeigentümer zuständig. "Wir können nicht einfach Bäume fällen", erklärt die Ostritzer Bürgermeisterin.

Marion Prange hatte jüngst noch mal einen, nach eigener Aussage letzten Versuch unternommen, eine unkomplizierte Lösung zu finden. Nach der Fällung zahlreicher Bäume am Neißeradweg im vorigen Jahr gab es ihrer Meinung nach gute Plätze, an denen wieder Bänke aufgestellt werden könnten. Es müssten ja nicht sechs oder sieben wie früher sein, auch drei würden reichen. Auch der Ostritzer Stadtrat hatte diesen Kompromiss schon vor Jahren ins Spiel gebracht.

Und siehe da: Sehr schnell einigten sich beide Seiten. Bei einem Vor-Ort-Termin wurden die Standorte der drei Sitzbänke festgelegt. "Einige stehen dort, wo früher schon Bänke standen", so die Ostritzer Bürgermeisterin.

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