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Zittau

Woher jetzt Hilfe fürs Mewa-Bad kommt

Die Ostritzer Initiative für den Erhalt der Einrichtung hat 45.000 Euro gewonnen. Damit ist nicht nur der Betrieb des Bades für zwei Jahre gesichert.

Das Mewa-Bad in Ostritz.
Das Mewa-Bad in Ostritz. ©  Rafael Sampedro

Das Engagement der Ostritzer Initiative für den Erhalt des Freibads zahlt sich aus. Das Projekt ist nun Teil des Förderprogramms "Neulandgewinner - Zukunft erfinden vor Ort" des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung.

Durch die Hilfe können in den nächsten zwei Jahren neben dem Badebetrieb viele Veranstaltungen umgesetzt werden, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und nicht übereinander reden. So ist im Sommer ein Filmabend inklusive Diskussion geplant. Am 19. Juli stellen sich die Direktkandidaten für den Landkreis bei der Bundestagswahl den Fragen der Bevölkerung. Damit soll nicht nur der Politikverdrossenheit entgegenwirkt, sondern der Zusammenhalt der Ostritzer gestärkt werden. Auch Arbeitseinsätze und andere Tätigkeiten bieten Raum für ehrenamtliches, gesellschaftliches Engagement.

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"In Ostritz gibt es immer Menschen, die nicht zur Kirche, zur Stadt, zu den Fußballern oder zur Feuerwehr gehen, weil sie sich dort in Schubladen gesteckt fühlen", teilt Georg Salditt mit, einer der Gründer der Initiative. Das Freibad sei der Raum, in dem die Ostritzer über die Lager hinweg wieder an einem Strang ziehen. "Ein Freibad hat nur Freunde."

Das Programm fördert die Macher dabei durch individuelle Schulen, Mentoren begleiten sie bei der Umsetzung der Ideen. Auch finanziell lohnt sich die Teilnahme: So gibt's 45.000 Euro. Förderer sind die Robert-Bosch-Stiftung, die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Land Sachsen-Anhalt. Unterstützt wird das Programm vom Verein "Neuland gewinnen", in dem sich ehemalige Neulandgewinner zusammengeschlossen haben.

Seit Programmbeginn 2012 haben sich fast 1.500 Initiativen für eine Förderung beworben. Rund 100 von ihnen profitierten bisher. In ihren Projekten pflegen sie gemeinsam vergessene Obstgärten oder bauen Dorfbacköfen als Treffpunkte für den Austausch, bieten Künstlern aus aller Welt Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten in leerstehenden Häusern oder vermitteln in Werkstätten Wissen über regionales Handwerk oder 3D-Druck und Programmieren.

Die Mewa-Bad-Initiative konnte sich bereits erfolgreich beim Ideenwettbewerb "Machen! 2019" durchsetzen und gewann voriges Jahr auch den Deutschen Nachbarschaftspreis. Zudem erhielt sie zum Freiwilligentag Hilfe von Mitarbeitern der Deutschen Post. Auch der MDR ließ sich blicken. (SZ)

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