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Großschönau: Sommerkirmes statt Schissn

Auf der Schießwiese Großschönau gibt's vom 16. bis 18. Juli Schießbuden, Imbisse und Fahrgeschäfte. Doch wie sehen die Corona-Maßnahmen aus?

Ein Autoscooter steht für drei Tage auf der Schießwiese.
Ein Autoscooter steht für drei Tage auf der Schießwiese. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Das alljährige "Schissn" fällt in Großschönau aus. Langeweile muss dennoch nicht aufkommen, denn vom 16. bis 18. Juli ist dafür die Kirmes auf der Schießwiese.

Freitag, 16 Uhr, geht's los. Bis 23 Uhr kann jeder kommen. Samstag und Sonntag öffnet die Kirmes schon 14 Uhr, der Eintrittspreis von einem Euro ist freiwillig und finanziert die notwendigen Corona-Maßnahmen. Doch wie funktioniert so ein Rummel in diesen Zeiten?

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"999 Leute können gleichzeitig auf die Kirmes", teilt Veranstalter Michael Gruhl mit, der den Schaustellerbetrieb der Familie weiterführt. Bei mehr Gästen würde eine spezielle Genehmigungspflicht greifen. Das hätte Online-Reservierungen nach sich gezogen. "Das kann man auf einer Kirmes aber nicht machen", sagt er. Gezählt werden die Leute mithilfe von Eintrittsmarken, die jeder am Eingang bekommt. Wer die Kirmes verlässt, gib die Marke beim Ausgang wieder ab. "Das Gelände mussten wir deshalb extra einzäunen", erklärt Veranstalter Gruhl. "Ein Security-Team ist auch engagiert."

Maskenpflicht herrscht aber nicht. "Wir haben versucht, alles so großräumig wie möglich zu gestalten, damit die Sicherheitsabstände gegeben sind", erklärt Gruhl. "Wenn der Abstand bei längeren Schlangen trotzdem nicht eingehalten werden kann, muss die Maske getragen werden - so ist es angeordnet." Er versichert aber aus Erfahrung des vorigen Jahres: "Wir haben das eigentlich immer recht gut geregelt bekommen."

Fahrgeschäfte gibt es genug. "Als die Corona-Lockerungen kamen, haben wir uns mit den heimischen Schaustellern zusammengesetzt, um schleunigst etwas für die Leute auf die Beine zu stellen", sagt Michael Gruhl. Auf der Kirmes gibt es neben dem Autoscooter, einem Kettenkarussell und drei Kinderkarussells noch den bekannten Breakdancer sowie den Heartbreaker. Am Freitag wird es zur Eröffnung noch ein Feuerwerk geben.

Neben dem gewohnten Kirmesangebot von Imbissen und Schießbuden gibt es noch Michael Gruhls "Naschkatze". Dort verkauft das Familienunternehmen seit über 100 Jahren Süßwaren aus eigener Herstellung. Mit belgischer Schokolade überzogene Früchte sowie kandierte Äpfel und gebrannte Mandeln sind die Spezialitäten des Süßwarenstandes. Aber auch Pfefferkuchen von bekannten regionalen Herstellern, Zuckerwatte oder Popcorn werden angeboten.

Schon voriges Jahr gab es trotz Corona wieder Kirmes in Zittau. Auch damals hatten die Lockerungen im Sommer eine solche Veranstaltung erst möglich gemacht.

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