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Was der Jugend in Zittaus Skatepark geboten wird

In der "Stunt Area 51" können sich Fahrer auf Skates, Scootern und BMX-Rädern am Sonnabend austoben. Dafür muss sie aber ständig in Schuss gehalten werden.

Von Thomas Christmann
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Der Skatepark bietet die verschiedensten Elemente für Sprünge und Drehungen mit BMX-Rädern, Inline-Skatern und Rollerfahrern.
Der Skatepark bietet die verschiedensten Elemente für Sprünge und Drehungen mit BMX-Rädern, Inline-Skatern und Rollerfahrern. © Rafael Sampedro (Archiv)

Eine Mischung aus Wettkampf, Show und Tanz steht am Sonnabend auf dem Programm im Skatepark in Zittau-Ost. Dort gibt's die erste Veranstaltung, seit ihm die Jugendlichen mit der "Stunt Area 51" einen neuen Namen gegeben haben. "Sie sind schon heiß drauf", berichtet Rocco Zoschke von der Mobilen Jugendarbeit des Berufsbildungszentrums Bautzen. Er kümmert sich als Sozialarbeiter um den Park und die Jugendlichen.

Auf dem Programm der 14 Uhr beginnenden "Stuntinvasion" steht zum Beispiel "PowerHour". Dabei zeigen Teilnehmer auf Skates, Scootern oder BMX-Rädern ihre besten Tricks. Beim "Bunnyhopcontest" hingegen springen sie über ein Hindernis, das immer höher gelegt wird. Der Beste bekommt einen Preis. Interessierte melden sich dafür vor Ort an. Und da die Veranstaltung bis in die Nacht hineingeht, kann beim "NightRollAction" das Gelände sogar unter Flutlicht befahren werden. Für Graffiti-Künstler stehen extra Wände bereit. Versorgt werden die Besucher den Tag über durch einen Foodtruck, der Veganes im Angebot hat. Und für alle gibt's eine Raveparty mit BNKR Soundsystem. Die Veranstaltung endet 1 Uhr. Eintritt ist keiner fällig. Im Gegenteil: Wer nicht als Mensch verkleidet anreist, erhält sogar einen kleinen Getränkegutschein.

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Zusätzlich hat der VbFF in unmittelbarer Nachbarschaft am selben Tag von 14.30 bis 17.30 Uhr sein "FlowerPower"-Familienfest, das unter anderem mit einem kleinen Flohmarkt aufwartet. "So ergänzen sich beide Veranstaltung hervorragend in ihren Zielgruppen", meint Rocco Zoschke.

Den Skatepark gibt's seit 2011. Im vorigen Jahr folgte eine Generalüberholung für 13.000 Euro. Um das Geld aufzutreiben, haben die Jugendlichen mit der Mobilen Jugendarbeit und der Stadt Zittau zu Spenden aufgerufen. Dabei kamen 4.000 Euro zusammen. Noch einmal so viel steuerte die Stadt Zittau aus eingeplanten Mitteln für die Kinder-, Jugend- und Sportarbeit bei, die wegen der Corona-Maßnahmen nicht verwendet werden konnten. Und 5.000 Euro gab die HSG Turbine Zittau dazu, die bis Juni 2021 Betreiber des Skateparks war. Ab Juli war die Stadt verantwortlich, im November fand sich mit dem Verein "O-See Sports" ein neuer Träger. Er tritt am Sonnabend auch als Veranstalter auf, die Organisation haben aber die Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit und die Jugendlichen übernommen. Das Geld für die "Stuntinvasion" stammt aus dem Bürgerfonds und von den Stadtwerken Zittau, die am Sonnabend ab 13 Uhr ein Familienfest veranstalten. "Im Gegenzug werden die Jugendlichen dort eine Aufführung machen", berichtet der Sozialarbeiter. Sozusagen als Dankeschön für die Hilfe.

Die braucht der Skatepark auch weiterhin. Erst kürzlich hat die Firma "1A Meisterbau" aus Leutersdorf Material und Arbeitskraft gespendet. So setzten Mitarbeiter bei den Übergängen zu den Rampen nun Betonfundamente ein. Darauf fixierten sie die Bleche mit Schrauben, die sich witterungsbedingt auf dem bisher als Untergrund genutzten Asphalt immer wieder lockerten. Mit dem neuen soll eine längere Haltbarkeit gewährleistet sein. Jetzt seien die schlimmsten Stellen ausgebessert, sagt Rocco Zoschke. "Doch die nächsten Reparaturen werden nicht lange auf sich warten lassen."

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