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Willi begrüßt künftig die Tierparkbesucher

Nach dem Tod von Gelbbrustara-Dame Lora bekommt der Zittauer Tierpark einen neuen sprechenden Papagei - aus Görlitz. Aber es gab auch wieder einen Abschied.

Noch ist Gelbbrustara Willi in der Görlitzer Zoohandlung Zwahr zuhause, nächste Woche soll er in den Zittauer Tierpark umziehen.
Noch ist Gelbbrustara Willi in der Görlitzer Zoohandlung Zwahr zuhause, nächste Woche soll er in den Zittauer Tierpark umziehen. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Noch ist der Sitzbaum neben dem Eingang des Zittauer Tierparks leer. Doch schon bald wird hier wieder ein Papagei Platz nehmen. Der Tierpark bekommt Gelbbrustara Willi, der bisher in der Zoohandlung Zwahr in Görlitz zu Hause ist. "Wir haben in der SZ gelesen, dass der Zittauer Tierpark seinen Gelbbrustara Lora verloren hat", sagt Zoohändler Roland Hegenbart. Er habe daraufhin Tierpark-Direktor Andreas Stegemann angerufen, ob er Gelbbrustara Willi als Ersatz haben möchte.

Ganz jung war Willi in die Zoohandlung gekommen und war hier so eine Art Maskottchen. Schon länger hatte sich Roland Hegenbart mit dem Gedanken getragen, für den inzwischen 26 Jahre alten Gelbbrustara einen neuen Besitzer zu finden. Ein anderes Zuhause war auch bald gefunden, allerdings kamen die neuen Halter mit dem sprechenden Papageien nicht zurecht. Er machte nur Theater, so dass sie sich entschieden, ihn wieder an die Zoohandlung zurückzugeben.

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Willi wohnt mit Listäffchen zusammen

Nun soll der Zittauer Tierpark sein Zuhause werden. Andreas Stegemann rechnet damit, dass er nächste Woche umziehen wird. Bis dahin müssen noch ein paar vorbereitende Arbeiten erledigt werden. Willi soll wie auch schon Lora mit den Listäffchen und Gürteltieren zusammen wohnen. Der Tierpark-Chef ist zuversichtlich, dass es dabei keine Probleme gibt. Wenn doch, dann habe der Tierpark mehr Ausweichmöglichkeiten als in einer Privatwohnung.

An warmen Tagen soll Willi auf dem komplett erneuerten Sitzbaum neben dem Tierpark-Eingang Platz nehmen und mit den Besuchern sprechen. Er würde damit die Rolle des Empfangschefs übernehmen. Vorgängerin Lora, die im März mit über 50 Jahren an Altersschwäche gestorben war, begrüßte die Besucher etwa zehn Jahre lang. Die Gelbbrustara-Dame war 2010 in den Zittauer Tierpark gekommen und seinerzeit bereits 40 Jahre alt. Gelbbrustaras werden circa 40 Jahre alt. Einzelexemplare können aber auch 60 Jahre und älter werden - gerade in menschlicher Obhut.

Auch Luchskater Max ist tot

Nicht nur der Sitzbaum des Gelbbrustaras ist derzeit noch verwaist. Auch im Luchs-Gehege gibt es derzeit keinen Bewohner. Die Tierpark-Mitarbeiter mussten vor Kurzem von Luchskater Max Abschied nehmen, der mit sagenhaften 23 Jahren ein biblisches Luchs-Alter erreicht hat.

Seit 1999 lebte er im Zittauer Tierpark und sorgte seitdem für einigen Nachwuchs. Zu seinen Jungtieren war er auch sehr sozial und freundlich, was eher untypisch für einen Luchs ist. "Auch wenn er keine Schmusekatze im eigentlichen Sinne war, hatte er doch ein sehr freundliches Wesen und wurde von Besuchern und Tierpflegern gleichermaßen geliebt", sagt Andreas Stegemann.

Das Luchs-Gehege war erst vor drei Jahren erneuert worden - 15.000 Euro gab der Verein "Freunde des Zittauer Tierparks" dazu. In der neu gebauten Anlage lebten anfangs noch zwei Luchse. Max' Gefährte Moritz war aber vor eineinhalb Jahren verstorben.

Verwaist soll auch die Luchsanlage nicht bleiben. "Wir wollen mit Luchsen weiter machen", verspricht Andreas Stegemann. Bisher habe es aber noch kein anderer Zoo oder Wildpark angeboten, einen Luchs abzugeben. "Aber wir bleiben dran, zumal ja das Gehege erst vor Kurzem überholt wurde", versichert Zittaus Tierpark-Direktor.

Ob er lieber einen ganz jungen oder älteren Luchs aufnehmen würde, da ist Andreas Stegemann nicht festgelegt. "Wir schauen, was sich ergibt", meint er.

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