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Zittau

Kritik an EU-Plänen: Fridays for Future Zittau protestiert

Am Freitag gibt's eine Protestaktion. Anlass ist die neue EU-Taxonomie, die fossiles Gas und Atomkraft als nachhaltige Energieträger einstufen soll.

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Eine Fridays-for-Future-Demo auf dem Zittauer Markt im März 2021.
Eine Fridays-for-Future-Demo auf dem Zittauer Markt im März 2021. © Matthias Weber/photoweber.de

Die Zittauer Ortsgruppe von Fridays for Future beteiligt sich an den bundesweiten coronakonformen Aktionen, um die Pläne für die EU-Taxonomie zu kritisieren und Druck auf die neue Bundesregierung auszuüben.

Aktuell sieht die EU vor, fossiles Erdgas und Atomkraft zumindest teilweise als nachhaltig einzustufen und somit finanziell zu unterstützen. Daran übt die Klima-Bewegung europaweit scharfe Kritik. Geplant sind Fahrrad- und Lauf-Demos in über 15 Orten. In Zittau gibt's ganztägig Aktionen auf der Klosterstraße.

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"Wir fordern von der Ampel-Regierung eine eindeutige Ablehnung des Vorschlags der EU-Kommission und einen verbindlichen Gasausstieg bis spätestens 2035", erklärt Darya Sotoodeh, Sprecherin von Fridays for Future. "Entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse fossiles Erdgas und Atomkraft als nachhaltig statt als schädlich einzustufen, wäre nicht nur absolut absurd, sondern brandgefährlich."

Mit der Taxonomie sollen Anleger aufgezeigt bekommen, welche Investitionen nachhaltig sind. Mit Erdgas und Atomenergie könnten 1,4 Milliarden Tonnen CO2 unter grünem Label ausgegeben werden. "Jeder Euro, der in fossile Infrastruktur fließt, gefährdet die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze", so Helena Marschall, Sprecherin für Fridays for Future. "Die Bundesregierung muss bei ihrer ersten wichtigen internationalen Klima-Entscheidung zeigen, dass Klimaschutz mehr als nur ein leeres Versprechen im Koalitionsvertrag ist!" (SZ)

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