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Döner sind jetzt teurer

In Zittau kostet die Brottasche jetzt in einigen Läden 4,50 Euro. Andere Verkäufer im Südkreis wollen nachziehen. Und in Löbau eröffnet ein weiterer der Imbisse.

Ezgin Yildiz bietet in seinem Newroz Bistro in Zittau den Döner Kebab nun für 4,50 Euro an.
Ezgin Yildiz bietet in seinem Newroz Bistro in Zittau den Döner Kebab nun für 4,50 Euro an. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

In einer Zeit, in der die Restaurants geschlossen sind, würde man meinen, dass Schnellimbisse wie Dönerläden einen regelrechten Ansturm erleben. Doch ganz im Gegenteil: Döner-Betreiber spüren ebenfalls einen Absatzrückgang. Ezgin Yildiz vom Newroz Bistro in Zittau verkauft nach eigener Aussage weniger Döner als vor der Corona-Krise.

Gleichzeitig steigen die Preise für Fleisch und Zutaten, wie auch die allgemeinen Kosten. Das hat nun Folgen. Die ersten Dönerläden in Zittau haben den Preis für die mit Fleisch, Salat und Soße gefüllte Brottasche angehoben. Es ist die erste Erhöhung seit vielen Jahren. Zuletzt war der Preis 2013 gestiegen - damals ebenfalls um 50 Cent. Neun Jahre blieb der Preis für den Standard-Döner Kebab vom Drehspieß also stabil bei vier Euro. Nun haben die Döner-Betreiber aufgrund der immer weiter gestiegenen Kosten die Reißleine gezogen - und erneut 50 Cent draufgepackt.

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Auch andere haben den Preis angehoben

Schon im vergangenen Jahr wollte Ezgin Yildiz den Preis erhöhen. Doch die Betreiber der anderen Döner-Imbisse in Zittau machten nicht mit - und als Einziger den Preis anheben, das wollte der Inhaber des Newroz Bistros dann auch nicht.

Diesmal ist er nicht der Einzige: In der Picknick Döner Stube auf der Zittauer Neustadt kostet der normale Döner seit Kurzem auch 4,50 Euro. Um die Kunden weiterhin in bester Qualität verköstigen zu können, sei man zu der Anpassung der Preise gezwungen, informiert Inhaber Sehmus Ceylan bei Facebook.

Aber alle haben auch nicht mitgezogen. Im Döner-Imbiss an der Friedensstraße zahlen die Kunden weiterhin nur vier Euro. Im Kerwan-Döner auf dem Zittauer Rathausplatz liegt der Döner-Preis ebenfalls noch bei vier Euro. Bozan Güneri überlegt aber, wie er der SZ sagt, auch auf 4,50 Euro hochzugehen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in anderen Gemeinden. Während der Antep Döner in Großschönau den Preis für den Döner Kebab auch auf 4,50 Euro angehoben hat, gibt es in Döner-Imbissen in Oderwitz und Herrnhut keine derartigen Pläne.

Mahmoud Al Rashid, Inhaber der Beste Kebab Häuser in Neugersdorf und Seifhennersdorf, könnte sich zumindest eine spätere Preiserhöhung vorstellen. Im Zusammenhang mit der Eröffnung eines dritten Döner-Imbisses in Löbau, die für Ende Mai geplant ist, sei es nach seinen Worten denkbar, auch über andere Preise nachzudenken. Derzeit befürchtet er aber noch, dass höhere Preise die Kunden abschrecken.

Kunden akzeptieren höheren Preis

Im Antep Döner in Großschönau sind die Kunden nach der Preisanhebung nicht weggeblieben. Sie haben dafür Verständnis, wie der Betreiber erklärt. Auch in Zittau, wo der Döner bereits 4,50 Euro kostet, reagieren die Kunden nach Aussage der Betreiber mit Verständnis auf die Preiserhöhung. Dass ist bei früheren Anhebungen nicht immer so gewesen. Nach der Erhöhung des Döner-Preises 2007 auf 3,50 Euro gab es viel Kritik von den Kunden. Immerhin sind die Kunden nicht so ausgeflippt wie vor einigen Monaten in Gottmadingen bei Konstanz (Baden-Württemberg). Dort war ein Mann wegen einer Döner-Preiserhöhung um 40 Cent mit einem Messer auf den Ladenbesitzer losgegangen.

Während in Zittau der Döner-Preis erst jetzt angehoben wurde, gibt es in Löbau Döner-Imbisse, wo die mit Fleisch und Salat gefüllte Brottasche bereits seit einem Jahr 4,50 Euro kostet. Das Dönerfleisch sei um 20 Prozent teurer geworden, begründet Hambullah Beyaz vom "Bone'Ma" auf der Löbauer Bahnhofstraße die damalige Erhöhung.

Auch bei früheren Preiserhöhungen waren die Löbauer Vorreiter im Südkreis. Sie hatten für einen Standard Döner Kebab schon 2012 vier Euro verlangt, während die Zittauer Döner-Ladenbesitzer erst 2013 folgten. Die Löbauer orientieren sich mehr an den Bautznern, die ebenfalls immer vor den Zittauern erhöhten.

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