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"Kaffee-Kalle" vergrößert sich

Kalle Steege ist mit seinem Café vom Zittauer Markt in die Frauenstraße umgezogen. Trotz Corona wagt er diesen Schritt - weil er viele Vorteile bietet.

Kalle Steege mit seiner Frau Patricia und Tochter Mayna im neuen Café.
Kalle Steege mit seiner Frau Patricia und Tochter Mayna im neuen Café. © Matthias Weber

Der eine oder andere Zittauer hat sich in den letzten Tagen vielleicht gewundert, dass bei "Kaffee-Kalle" im Markt 5 kein Licht mehr brennt. Aus gutem Grund: Kalle Steege ist mit seinem Café umgezogen. Der Namenszug "Kaffee-Kalle" hängt nun über dem Eingang der Frauenstraße 21, einem traditionsreichen Zittauer Gebäude schräg gegenüber der Sparkassenfiliale.  Hier schenkt der 38-Jährige nun seine Kaffeespezialitäten vom klassischen Espresso bis hin zur Schwarzwälder-Kirsch-Latte aus.

Früher befand sich in der Frauenstraße 21 das Vergnügungsetablissement "Grüner Ring". Aus diesem Grund nennen viele Zittauer das Gebäude immer noch "Grüner Ring", auch wenn es besagtes Vergnügungslokal schon lange nicht mehr gibt. Vor einigen Jahren hatte sich Marina Nemirovsky mit ihrer Pasta-Produktion eingemietet und auch ein kleines Restaurant betrieben. Nach ihrem Umzug an die Neustadt wurden die straßenseitigen Räume im Erdgeschoss als Friseursalon genutzt. Der hatte im Herbst vor einem Jahr geschlossen. Nun ist hier wieder ein Café beheimatet.

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Kaffee-Kalle ist jetzt an die Frauenstraße umgezogen.
Kaffee-Kalle ist jetzt an die Frauenstraße umgezogen. © Matthias Weber

Mehr Platz im neuen Café

Es seien mehrere Punkte gewesen, sich für dieses Objekt zu entscheiden, erklärt Kalle Steege. Vor allem natürlich der Platz. Sein Café ist nun wesentlich größer - was gerade in Corona-Zeiten von Vorteil ist. Zum anderen ist das Lokal nun deutlich heller und es bieten sich mehr Möglichkeiten für Außensitze, so der 38-Jährige. 

Vor dem Markt 5 war die Zahl der Außensitze sehr begrenzt, an der Frauenstraße 21 kann Kalle Steege an drei Seiten Stühle und Tische aufstellen.

Im Café fehlt es hier und da noch ein wenig an Deko, aber die Inneneinrichtung will Kalle Steege in den nächsten Tagen und Wochen noch erweitern. "Es wird sich weiterentwickeln", verspricht der Betreiber. So bietet er neben den Kaffeespezialitäten auch Kuchen an - und will sein Angebot noch mit herzhaften Sachen wie belegten Baguettes oder Croissants erweitern.

Die Entscheidung für die Frauenstraße 21 sei auch sehr schnell gefallen. Nach seinem Urlaub im September wollte er gezielt nach größeren Räumlichkeiten suchen und fand rasch den Laden gegenüber der Sparkasse. Dann sei alles rasch gegangen: Der Mietvertrag war bald unterschrieben und das Café schon wenige Wochen später eröffnet.

So schnell er sich für die Frauenstraße 21 entschieden hatte, so lange hatte Kalle Steege schon mit der Idee gespielt, das Café zu vergrößern. Relativ kurz nach der Eröffnung seines Cafés auf dem Zittauer Markt hatte er den Gedanken "größer würde nicht schaden".  

Vom mobilen Coffee-Bike zum kleinen Café

Angefangen hat er mit seinem Coffee-Bike. Damit war er tagsüber in Zittau unterwegs, schenkte seine Heißgetränke beispielsweise auf dem Zittauer Wochenmarkt oder bei besonderen Veranstaltungen wie der Kulturnacht oder dem Bummelsamstag aus. Ein eigenes Ladengeschäft zu betreiben, war aber immer sein Wunsch. Den erfüllte er sich schließlich im Frühjahr 2019. 

Er fing erst mal klein an - auch um zu schauen, wie das Café angenommen wird und wie es ihm selbst damit geht. Die Resonanz war sehr gut - und so wollte Kalle Steege nun sein Café vergrößern. Am alten Standort wäre ein Café-Betrieb angesichts der aktuellen Corona-Pandemie wohl nur noch "to go" möglich gewesen. In den neuen Räumlichkeiten kann er nun die geforderten Abstände problemlos einhalten und immer noch genügend Sitze für die Gäste anbieten.

Gute Resonanz in den ersten Tagen

Ein Umzug birgt immer ein Risiko. Dieses Risiko ist Kalle Steege aber eingegangen - auch um seinen Betrieb in der aktuellen Situation zu sichern. Denn durch die Absage vieler Feste und Veranstaltungen sind ihm auch viele Termine für sein mobiles "Coffee-Bike" weggebrochen. Aufgeben will er das mobile Geschäft aber nicht, hin und wieder wird er noch mit seinem Coffee-Bike unterwegs sein. 

Mit den ersten Tagen im neuen Domizil ist Kalle Steege zufrieden, das Feedback der Kunden sei sehr gut gewesen. Auch der eine oder andere Tourist, der die gegenüber liegende Fastentuchkirche oder das nahe Schleifermännchen besuchte, fand den Weg in sein Café.

In den nächsten Wochen wird es jedoch stiller in dem Cafe sein - wegen der neuen Corona-Einschränkungen bleibt "Kaffee-Kalle" ab dem 2. November vorerst geschlossen.

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