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Nach Blitzeinschlag: Wann öffnet die Kita?

Das Knirpsenland in Oderwitz ist wegen der Überspannungs-Schäden seit Freitag zu. Nun gab's eine Krisensitzung mit der Gemeinde. Und eine erfreuliche Botschaft.

In der Kita "Knirpsenland" in Oderwitz war am Donnerstagmittag der Blitz eingeschlagen.
In der Kita "Knirpsenland" in Oderwitz war am Donnerstagmittag der Blitz eingeschlagen. © Thomas Eichler (Archiv)

Die Kinder haben sich an dem Donnerstag gerade zum Mittagsschlaf hingelegt, als das Gewitter über Oderwitz ist - und plötzlich der Blitz in die Kita "Knirpsenland" einschlägt. Der sei zu hören und zu spüren gewesen, berichtet Prokurist Markus Kablau von der Diakonie Löbau-Zittau, welche die Einrichtung an der B96 betreibt. So war die Klappe vom Verteilerkasten herausgerissen, der Stromanschluss tot - Brandmeldeanlage und Telefon funktionierten auf einmal nicht mehr.

Im ersten Moment herrschte große Aufregung. Doch die legte sich schnell, als Feuerwehr und Kreisbrandmeister anrückten. Ihre Einschätzung: Evakuiert werden muss niemand. "Es bestand keine Gefahr für Leib und Leben", sagt Markus Kablau. Was er dabei dennoch erwähnenswert findet: Drei Kita-Kinder von der Jugendfeuerwehr hätten beruhigend auf die anderen Mädchen und Jungen eingewirkt.

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So konnte an dem Donnerstag der Kita-Betrieb noch weitestgehend normal zu Ende gebracht werden. Die Leiterin hätte dann von zu Hause die Eltern informiert und um Verständnis gebeten. Dafür, dass das Knirpsenland aufgrund der Schäden erstmal für alle 70 Kinder geschlossen bleiben muss. Oder für manche wieder, nachdem bereits die monatelange Corona-Situation höchstens eine Not-Betreuung möglich gemacht hatte. "Aber Sicherheit geht nun mal vor", so der Prokurist. Und ein Ausweichquartier zu finden, sei auf die Schnelle nicht möglich gewesen.

Noch vor dem Wochenende begutachteten Vertreter der Gemeinde als Eigentümer des Gebäudes sowie von ihr beauftragte Fachfirmen die Schäden. Die Folge: Krisensitzung am Montag. "Wir haben dort besprochen, wie wir das Problem schnell lösen können", sagt Markus Kablau. Das besteht in der Brandmeldeanlage. Während der Strom inzwischen wieder anliegt, ist diese immer noch defekt. Doch die Kita darf nur öffnen, wenn die Anlage funktioniert. Jedoch dauere die Lieferung von Ersatzteilen vier bis sechs Wochen, berichtet der Prokurist und verweist dabei auf die Aussage der damit beauftragten Fachfirma. Vorerst soll deshalb ein Provisorium helfen.

Damit kann die Kita ab diesem Mittwoch wieder öffnen. Doch eine Einschränkung bleibt bestehen: Das Telefon funktioniert weiterhin nicht. Auch da hofft Markus Kublau, diese Woche noch eine Lösung zu finden. Solange sollen Eltern über die Gemeinde gehen, wenn sie ihre Kinder beispielsweise für einen Tag abmelden wollen. Auch ein Gutachter wird bis Freitag in der Kita vorbeischauen, um die genaue Schadenshöhe festzustellen.

Man könne sich eben auf vieles vorbereiten, aber nicht auf alle Eventualitäten, sagt der Prokurist mit Blick auf Unwetter-Ereignisse. Doch das Wichtigste für ihn ist und bleibt, dass an dem Donnerstag kein Kind und Erzieher zu Schaden kam.

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