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GNTM: Romy schnuppert Höhenluft

Die Hirschfelderin hatte vor dem Fotoshooting in 122 Metern Höhe extreme Angst. Doch sie überwand die Furcht. Zuvor gab es eine fiese Attacke gegen sie.

Romy meistert den Action-Parcours sehr gut.
Romy meistert den Action-Parcours sehr gut. © ProSieben/Richard Hübner

Alle Kandidatinnen von "Germany's Next Topmodel" (GNTM) wollen mit ihrer Model-Karriere hoch hinaus. Dazu hatten sie in der aktuellen Folge am Donnerstagabend die Chance: Die Topmodel-Anwärterinnen konnten Höhenluft schnuppern. In 122 Metern Höhe schwebten sie in opulenten Tüllkleidern über Berlin und mussten vor der Kamera von Fotograf Rasmus Kaessmann auch noch gute Posen abliefern. Da stoßen manche Kandidatinnen an ihre Grenzen.

Auch Romy Wolf kostete es viel Überwindung. „Ich habe extrem Angst, weil es wahnsinnig hoch ist", gesteht die 19-jährige Hirschfelderin, die die erste GNTM-Kandidatin aus dem Landkreis Görlitz ist. "Lass es schnell vorbeigehen", wünscht sie sich vor dem Fotoshooting, um sich gleichzeitig Gedanken darüber zu machen, dass sie sich ihre Furcht nicht anmerken lassen darf.

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"In der Situation selbst hatte ich vor Angst so viel Adrenalin, dass ich irgendwann anfangen musste, über mich selbst zu lachen, das hat mir sehr geholfen", blickt sie auf das Fotoshooting auf dem Dach des Wolkenkratzer-Hotels "Park Inn" am Alexanderplatz zurück. Erschwerend kam für die Nachwuchsmodels hinzu, dass es dort oben windig und sehr kalt war.

Andere Kandidatinnen machen Romy Mut

Das Team um Modelmama Heidi Klum und andere Kandidatinnen haben Romy mental sehr unterstützt, ihr Mut gemacht, erklärt, dass nichts schief gehen kann und sie darin bestärkt, dass sie es gut machen werde. Das habe ihr sehr geholfen, die "schwebende Aufgabe" zu meistern.

Mitbewerberin Linda konnte ihre Angst dagegen nicht überwinden - und musste deshalb die Koffer packen. Wer kein Foto macht, kann am Ende der Show auch kein Foto bekommen.

Auch für Romy sei es nicht so einfach gewesen, wie sie selbst sagt. Schon im Fahrstuhl überkam sie Panik, weil dieser so schnell nach oben gefahren war. "Aber dann auf die Plattform raus zu treten und den Fernsehturm so groß vor sich zu sehen, war natürlich der Gipfel der Aufregung", beschreibt sie ihre Gefühle. Und sie fügt hinzu: "Es war zwar auch ein Gefühl von Freiheit, so hoch oben zu sein, aber als ich dann festgemacht und hochgezogen wurde, hatte ich nur noch Angst und wollte es so schnell wie möglich hinter mich bringen."

Am liebsten hätte sie sich gar nicht bewegt, dort oben gehangen und gewartet, bis sie wieder runtergeholt wird. "Aber man darf ja das Modeln nicht vergessen", meint sie. Romy hat sich zwar zaghaft bewegt und war bedachter in ihren Bewegungen - doch schlecht kam das bei Heidi Klum keineswegs an. Für die Modelmama wurden die Fotos dadurch sogar besser und auch Fotograf Kaessmann fand die 19-Jährige super.

Als Romy endlich wieder festen Boden unter ihren Füßen hatte, dachte sie nur: "Nie wieder". Das sei das Einzige gewesen, was sie denken konnte. "Es war schön, Heidi zu sehen und so ein tolles Kleid anzuhaben, aber diese Höhe ...". Sie war froh, dass es dunkel war und sie nur wenig gesehen habe, sagt die junge Hirschfelderin.

Solche krassen Shootings machen sie stärker für spätere Modelaufträge, ist Romy überzeugt.

Romy mit ihrer Model-Freundin Liliana (rechts).
Romy mit ihrer Model-Freundin Liliana (rechts). © ProSieben/Richard Hübner
Romy post auf dem Action-Parcours.
Romy post auf dem Action-Parcours. © ProSieben/Richard Hübner

Beim Entscheidungs-Walk mussten die Topmodel-Anwärterinnen dann in High Heels einen Model-Action-Parcours mit fünf Hindernissen meistern und auch hier mit verschiedenen Posen überzeugen. "Der sich drehende Lockenwickler war definitiv am schwierigsten für mich, weil ich einfach das Gleichgewicht nicht halten konnte", meint Romy. "Theoretisch weiß man, was zu tun ist, aber praktisch ist es nochmal etwas völlig anderes für mich gewesen."

Auch hier konnte sie Heidi Klum und Gastjurorin Rebecca Mir überzeugen. Sie biete immer was Eigenes, sei immer jung, frisch und frech, lobt Heidi Klum die Hirschfelderin. Bisher erhielt Romy noch keine einzige negative Kritik von der Modelmama. Sie schaffte es deshalb stets ohne Probleme in die nächste Runde - auch dieses Mal.

Trauriger Moment für Romy-Fans

Die 47-jährige Modelshow-Moderatorin wunderte sich allerdings darüber, dass Romy bei der Selbsteinschätzung der Topmodel-Anwärterinnen in der Kategorie "Personality" nur auf den 13. und damit vorletzten Rang platziert wurde. "Du kommst mir immer offen und freundlich vor", findet Heidi Klum.

Die Bewertung durch die Kandidatinnen im ersten Teil der neunten Folge war zweifellos ein trauriger Moment für Romy-Fans. In der Kategorie "Performance" kam sie nur auf den siebenten Platz - obwohl sie bis dato immer überzeugen konnte. Bei der "Personality" war es sogar nur besagter 13. Platz. Die 19-Jährige traf das Ranking hart. "Es ist schon verletzend", meint sie.

Die Reaktion ist verständlich, denn Romy wurde in der Vergangenheit oft und lange gemobbt. Sie kenne deshalb das Gefühl, in einer Gruppe sehr weit unten zu stehen. Ein Lehrer habe ihr sogar offen gesagt, dass sie keine Freunde fürs Leben und keinen Job finden werde. Das Gefühl, minderwertig zu sein und sich allein zu fühlen, sei durch die fiese Attacke im Model-Loft getriggert worden, meint Romy.

Man sieht der 19-Jährigen an, dass sie sich nicht mehr richtig wohlfühlt. Und wenn man sich nicht mehr wohlfühle, müsse man sich Gedanken über einen Ausstieg machen, verrät sie im Pro7-Boulevardmagazin "red", das im Anschluss an GNTM lief. Sie wolle zwar nicht gleich aussteigen, fügt sie gleich hinzu, doch eine kurze Szene in der Vorschau auf die nächste GNTM-Folge lässt Schlechtes ahnen.

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