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Zittau

Greenpeace: Demo gegen Billigfleisch

Das dominiert immer noch im Supermarkt. Auf dem Marktplatz in Zittau wird nun auf das "kranke System" aufmerksam gemacht - und aufgeklärt.

Symbolbild
Symbolbild © Jan Woitas/dpa

Mit stilisierten Schweinemasken und Barcode-Clip am Ohr werden Greenpeace-Aktive aus Zittau am Sonnabend zwischen 9 und 11 Uhr im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages gegen die Billigfleisch-Masche der Supermärkte auf dem Marktplatz in Zittau demonstrieren. Interessierten Kunden geben sie Tipps, wie diese das Fleisch aus schlechter Haltung erkennen und vermeiden können, teilt die Organisation mit. Der Aktionstag findet zeitgleich in rund 50 Städten statt und ist Teil einer Sortimentsrecherche über die Kennzeichnung und den Anteil von Billigfleisch in den verschiedenen Supermärkten. 

Mit den Corona-Ausbrüchen bei der Belegschaft großer Schlachthöfe wie Tönnies ist das laut Greenpeace kranke System Billigfleisch verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es schon seit anderthalb Jahren eine einheitliche, wenn auch freiwillige Kennzeichnung für Frischfleisch-Produkte der Eigenmarken, die sogenannte Haltungsform. Sie soll Kunden über die Herkunft des Fleisches aufklären. Doch eine Abfrage von Greenpeace beim Lebensmitteleinzelhandel und eine Sortimentsrecherche zeigen: Billigfleisch dominiert weiter das Angebot. "Fleisch aus besserer Tierhaltung bildet immer noch die Ausnahme im Supermarktregal." (SZ)

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