Zittau
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Grundschulbezirke: Aus vier mach' eins

Zittau hebt de facto die Vorschrift auf, nach der Kinder in die nächstgelegene Grundschule gehen müssen.

Von Thomas Mielke
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Zukünftig können Zittauer Eltern ihre Kinder leichter in die Wunsch-Grundschule schicken.
Zukünftig können Zittauer Eltern ihre Kinder leichter in die Wunsch-Grundschule schicken. © dpa/Bernd Wüstneck (Archiv)

Ab dem Schuljahr 2023/2024 müssen Zittauer Kinder nicht mehr unbedingt in die nächstgelegene Grundschule gehen: Die Stadt verringert die Grundschulbezirke von vier auf einen und hebt die Vorschrift damit de facto auf. Der Stadtrat hat dem Vorhaben während seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Zur Begründung nennt die Stadt unter anderem die Wünsche der Eltern. "Aus den Erfahrungen der letzten Jahre zeigt sich, dass die Sorgeberechtigten ihre Kinder nach ihrem Wunsch- und Wahlrecht anmelden möchten", heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung für den Stadtrat. Daraus entstünden zahlreiche Änderungsanträge und Ausnahmegenehmigungen. "Um diesen Verwaltungsakt, dieses Hin und Her aufzuheben", habe man sich zu der Neuregelung entschlossen, sagte Marei Sonntag, Leiterin des Amtes für Bildung und Soziales, im Stadtrat.

Eltern, die dennoch wollen, dass ihre Kinder in die nächstgelegene Grundschule gehen, müssen sich keine Sorgen machen. Wenn zu viele Kinder an einer Schule angemeldet werden, sind die Entfernung von zu Hause zum Unterrichtsgebäude, Geschwisterkinder an der Schule sowie der Integrationsstatus für die Vergabe der Plätze entscheidend.