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Halsbrecherische Flucht durch Zittau endet in Polen

Polizisten entdeckten ein Auto mit fremden Kennzeichen erst an der Zittauer Friedensstraße, später an der Goldbachstraße. Dann gab der Fahrer Gas - und baute zwei Unfälle.

Das Fahrzeug knallte schließlich gegen einen Baum.
Das Fahrzeug knallte schließlich gegen einen Baum. © Bundespolizei Ebersbach

Eine Verfolgungsjagd mit dem Fahrer eines Renault Clio haben sich Polizisten am Montagabend gegen 18.45 Uhr durch Zittau geliefert. Als die Beamten den Wagen kontrollieren wollten, flüchtete der Mann nach Polen, wie Ronny Probst, Sprecher der Bundespolizei Ebersbach, mitteilt.

Den Beamten war das Fahrzeug bereits gegen 16.25 Uhr im Bereich der Friedensstraße aufgefallen, da die angebrachten Kennzeichen nicht zum Auto gehörten. Beim zweiten Mal kam der Renault in der Goldbachstraße den Beamten entgegen. Diesmal wollten sie ihn kontrollieren. Dazu wendeten sie ihr Fahrzeug, schalteten die Leuchttafel „Stop Polizei“ und das Blaulicht ein. Der Fahrer des Renault ignorierte die Aufforderung und raste über mehrere rote Ampeln durch Zittau.

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Andere Autofahrer auf der Äußeren Weberstraße und der Goldbachstraße konnten dem Renault noch ausweichen, eine VW-Fahrerin an der Kreuzung mit Humboldtstraße hatte nicht so viel Glück und kollidierte mit dem flüchtenden Renault. Die Fahrerin blieb zum Glück unverletzt, am Fahrzeug entstand allerdings hoher Sachschaden. Unbeeindruckt von diesem Unfall raste der Renault-Fahrer weiter durch die Stadt in Richtung Friedensstraße. Dort hatte eine weitere Streife der Einsatzgruppe eine Kontrollstelle errichtet und versuchte, den Renault zu stoppen. Der Fahrer fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit auf die Kontrollstelle zu, überfuhr einen ausgelegten Nagelgurt und setzte seine Flucht auf polnischem Hoheitsgebiet fort. Als er kurz nach der Grenze auf Höhe der dortigen Tankstelle nach links abbiegen wollte, verlor der Fahrer die Kontrolle über den Renault und stieß um 18.56 Uhr gegen einen Baum.

Die Polizisten begaben sich sofort zum verunfallten Fahrzeug, um dem Fahrer zu helfen. Dieser verschloss aber die Türen. "Die Beamten konnten den Fahrer nur unter erheblichem Aufwand aus dem Fahrzeug bergen", sagt Probst.

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Flüchtigen um einen polizeibekannten 44-jährigen Polen, welcher sich nun wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Haftpflichtversicherung, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, fahrlässige Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenem Kraftfahrzeugrennen verantworten muss. Warum der Mann vor der Polizei flüchtete, ist noch nicht bekannt und nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen. (SZ)

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