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Zittau

Hiltscher wirbt für Schwimmhallen-Erhalt

Zittaus Stadtrat soll am Donnerstag über die Zukunft der Hirschfelder Einrichtung entscheiden. Weitere umstrittene Themen wie die Feuerwehr stehen auf der Agenda.

Zittaus Ex-Bürgermeister Michael Hiltscher spricht sich für den Erhalt der Hirschfelder Schwimmhalle aus.
Zittaus Ex-Bürgermeister Michael Hiltscher spricht sich für den Erhalt der Hirschfelder Schwimmhalle aus. © Montage: SZ-Bildstelle

Vor der Entscheidung des Zittauer Stadtrats am Donnerstag über die Zukunft der Schwimmhalle in Hirschfelde setzt sich Ex-Bürgermeister Michael Hiltscher (CDU) für deren Erhalt ein. Mit der Schließung würde man die Einwohner des Zittauer Ortsteils sehr enttäuschen, sagte der Einwohner des Hirschfelder Ortsteils Rosenthal und frühere Hirschfelder Gemeinderat der SZ. Er erinnerte daran, dass die Hirschfelder bei den Verhandlungen zur Eingemeindung nach Zittau vor rund 15 Jahren ein Hauptaugenmerk auf den langfristigen Erhalt gelegt haben. Im Eingemeindungsvertrag steht, dass die Stadt Zittau die Halle "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" erhalten soll.

Die Verwaltung schlägt die Schließung vor, um den aus dem Betrieb der beiden Zittauer Schwimmhallen entstehenden Verlust zu minimieren. Zudem ist die Auslastung der Halle relativ niedrig und es müsste demnächst wieder in Größenordnungen investiert werden. Gegen den Vorschlag hat es bereits mehrere Protestaktionen gegeben. Auch Städte und Gemeinden aus dem Umland blicken mit Sorge auf die Entscheidung, weil ein Teil von ihnen Kinder zum Schulschwimmen nach Hirschfelde schickt. OB Thomas Zenker (Zkm) sagte dazu, dass es nicht Aufgabe der Stadt Zittau sei, dass Schulschwimmen für andere zu organisieren. Für die Zittauer Kinder würde das Stadtbad reichen.

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Die Schließung der Halle ist Teil des vom Stadtrat beschlossenen Konsolidierungskonzepts, mit dem die Stadt ihre Finanzen in Ordnung bringen will. Allerdings muss diese Einzelmaßnahme noch separat vom Stadtrat bestätigt werden. Lehnt er ab, müssen andere Einsparmaßnahmen gefunden werden.

Weitere umstrittene Punkte aus dem Konzept stehen heute während der öffentlichen Sitzung des Rates ab 17 Uhr im Zittauer Bürgersaal ebenfalls zur Entscheidung. So soll über die Zukunft der hauptamtlichen Kräfte der Zittauer Feuerwehr und über die Erhöhung der Kita-Gebühren für die Eltern abgestimmt werden.

Die umkämpfte Fortführung von Projekten der Kulturhauptstadtbewerbung und die dafür vom Freistaat in Aussicht gestellte Förderung in Höhe von 200.000 Euro wird die Räte auch beschäftigen. Nun könnte das Geld in einen Bürgerfonds und die mit Olbersdorf angestrebte gemeinsame Entwicklung des Areals von O-See und Westpark fließen. Zudem könnte der Beschluss zum ersten Schulneubau in Zittau nach der Wende, einem neuen Schulhaus für die Parkschule, fallen. Zu den weiteren Punkten auf der Tagesordnung gehört auch die Neuordnung der Planung für den Ausbau der Inneren Weberstraße. Ziel des AfD-Antrags ist die Schaffung eines verkehrsberuhigten Bereichs.

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