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Die ersten Häuser werden gebaut

Auf dem neuen Zittauer Eigenheimstandort an der Pescheckstraße hat der Bau der ersten Häuser begonnen. Der Einzug der Eigentümer ist im Frühjahr 2022 geplant.

Patrick Urban vor den neuen Eigenheimen an der Pescheckstraße.
Patrick Urban vor den neuen Eigenheimen an der Pescheckstraße. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Zittau. In den vergangenen Tagen ging alles ganz schnell: Kaum hat der Bau der Eigenheime an der Pescheckstraße in Zittau begonnen, steht schon der Rohbau von einem der neuen Häuser. "Es handelt sich um einen Systemrohbau, der innerhalb einer Woche errichtet wurde", erklärt Patrick Urban, Geschäftsführer der Immo Manufaktur GmbH. Das Delitzscher Unternehmen hat die 7.500 Quadratmeter große Fläche in Zittau-West 2019 von der Stadt gekauft und entwickelt nun die kleine Wohnsiedlung.

Diese Woche wurde mit dem Aufsetzen des Daches begonnen. Richtfest soll Mitte September sein, kündigt Urban an.

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Gleich daneben entsteht ein weiteres Eigenheim. Hier wird allerdings traditionell Stein auf Stein gebaut. Sobald der Dachdecker mit dem ersten Haus fertig ist, wird er mit dem zweiten Haus weitermachen. Patrick Urban rechnet damit, dass die Dacharbeiten am zweiten Eigenheim etwa im Oktober beginnen werden.

Über den Winter könnte, so sehen es die derzeitigen Planungen vor, der Innenausbau erfolgen. Spätestens im Frühjahr sollen hier die Besitzer einziehen. Zu diesem Zeitpunkt ist dann auch ein drittes Haus im Bau. Dessen Eigentümer hatte wegen der gestiegenen Baupreise den Start etwas nach hinten verschoben. Im Oktober soll es hier losgehen. Und Patrick Urban hofft, dass auch auf diesem Haus noch im aktuellen Jahr das Dach aufgesetzt werden kann. Das ist aber auch davon abhängig, wann der Winter hereinbricht und ob er streng oder mild wird.

Zwei Eigenheime werden derzeit gebaut, der Bau eines dritten beginnt in Kürze.
Zwei Eigenheime werden derzeit gebaut, der Bau eines dritten beginnt in Kürze. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Zwei weitere Bauplätze am neuen Wohnstandort sind bereits reserviert. Der Bau wird hier voraussichtlich im kommenden Frühjahr beginnen. Damit ist dann die Hälfte der insgesamt zehn Bauplätze belegt. Für die anderen sucht der private Investor noch Interessenten. Um potenziellen Käufern einen Einblick zu geben, wird am 18. September sowie 2. Oktober jeweils von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Baustelle eingeladen.

Die Vorteile des Standortes liegen für Patrick Urban auf der Hand. Die neuen Wohnhäuser sind sehr ruhig, mitten im Grünen gelegen, dennoch sei der Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel und an Versorgungseinrichtungen wie Kita, Schule, Arzt, Apotheke und Einzelhandelsmärkte in einem Umfeld von maximal einem Kilometer vorhanden. Zudem befinden sich der Olbersdorfer See und der Westpark mit dem Westpark-Center in unmittelbarer Nähe. "Man wohnt in der Stadt und trotzdem im Grünen", fasst der Geschäftsführer der Immo Manufaktur GmbH die Vorteile zusammen.

Reichlich Grün gibt es auch schon direkt an den Häusern, die mit einer Ausnahme über sehr große Gärten verfügen. Möglich ist das durch die Anordnung der Häuser, die direkt an der Weststraße und der Pescheckstraße stehen werden. Andere Varianten, die letztlich verworfen wurden, hatten auch eine Verteilung über das gesamte Baufeld vorgesehen.

Neben der Anordnung der Häuser gibt es weitere Vorgaben, die die privaten Bauherren bei der Umsetzung einschränken. So müssen die Häuser zweigeschossig sein. Bungalow-Häuser sind nicht erlaubt. Der Zittauer Stadtrat hatte einen Bebauungsplan für die Wohnsiedlung beschlossen, in dem alle Einschränkungen zum Beispiel zur Fassadenfarbe oder der Form und Neigung der Dächer festgelegt sind.

Laut Patrick Urban habe es sehr viele Anfragen von Interessenten gegeben, die gern ein Haus im Bungalow-Stil errichtet hätten. Einige Kunden hätten den Standort so schön gefunden, dass sie nun zweigeschossig bauen.

Zu den neuen Bewohnern gehören Familien ebenso wie Eheleute im mittleren Alter. Die ersten drei Häuser werden allesamt von Zittauern bezogen, die sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen.

Viele Jahrzehnte ein Industriestandort

Das Areal an der Ecke Weststraße/Pescheckstraße wurde viele Jahrzehnte als Industriestandort genutzt. Hier befand sich eine Papierverarbeitungsfabrik, die Rohpapier zu grundstoffartigen Elementen, unter anderem für die Textilindustrie, zum Beispiel zu Spulenkörpern verarbeitete. Die nach der Wende leerstehenden Gebäude wurden bis zum Jahr 2000 vollständig abgebrochen. Seitdem lag das Grundstück brach. Da die Nachfrage nach Bauland in Zittau sehr groß ist und andere Eigenheimstandorte bereits voll belegt sind, wurde entschieden, auf dem Grundstück einen weiteren Eigenheimstandort zu schaffen.

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