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Zittau: Neue Eigenheim-Bauplätze am Rande der Stadt

Die Wohnbaugesellschaft erschließt ab Juli erstmals in ihrer Geschichte selber Parzellen für den privaten Hausbau. So groß und teuer werden die Grundstücke.

Uta-Sylke Standke, Chefin der Zittauer Wohnbaugesellschaft, - konform zu den Corona-Vorschriften - mit Klaus Püsche und Maik Hahmann vom Hausmeister-Team vor dem neuen Eigenheimstandort in Zittau-Süd.
Uta-Sylke Standke, Chefin der Zittauer Wohnbaugesellschaft, - konform zu den Corona-Vorschriften - mit Klaus Püsche und Maik Hahmann vom Hausmeister-Team vor dem neuen Eigenheimstandort in Zittau-Süd. ©  Rafael Sampedro

Zittau. Die Hausnummer stehen schon fest: Briefe und Päckchen werden die Besitzer der neuen Eigenheime in Zittau-Süd laut Geschäftsführerin Uta-Sylke Standke, Geschäftsführerin der Wohnbaugesellschaft Zittau, unter den Adressen Gerhart-Hauptmann-Straße 66, 68. 70 und 72 sowie unter Südstraße 81, 83, 85 und 87 erreichen. 2022 könnte es so weit sein. Dann sollen im Dreieck Süd-, Jahn- und Gerhart-Hauptmann-Straße die ersten neuen Eigenheime stehen.

Die Erschließung der Eigenheimstandorte soll Mitte Juli starten. Die Arbeiten sind bereits genehmigt. Bis Mitte Oktober werden Bauarbeiter neue Leitungen, zum Beispiel für Gas und Strom legen, Leerrohre für Kommunikationskabel ziehen und Bordsteine für Grundstückseinfahrten absenken. Die Bäume und Büsche auf dem Gelände bleiben zum großen Teil erhalten. Die acht Parzellen auf der Fläche sind bereits vermessen, geteilt und jeweils rund 700 Quadratmeter groß.

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So soll der Eigenheimstandort aussehen.
So soll der Eigenheimstandort aussehen. © WBG Zittau

Der Preis für die voll erschlossenen Grundstücke wird nach Angaben der Geschäftsführerin bei jeweils reichlich 50.000 Euro liegen. "Erste Interessenten gibt es schon", sagt die WBG-Chefin. Als Bauträger wird die WBG indes nicht auftreten: Die Grundstückskäufer können sich selber ein Haus aussuchen und bauen. Dabei gibt es einiges zu beachten. Da sich die Häuser an die Höhe der Gebäude in der Umgebung anpassen müssen, werden wohl Bauten im Bungalow-Stil oder ähnliches als zu flach nicht genehmigt. "Was definitiv nicht geht, ist Gewerbe", sagt Uta-Sylke Standke. Der Standort ist von der Stadt ausschließlich fürs Wohnen vorgesehen. Der Bau von Kellern ist möglich, sollte aber gut überlegt sein: Zwar gibt es keine Altlasten in der Erde, aber ab einer Tiefe von etwa vier Metern wird es nass.

Mit der Erschließung begibt sich der 30 Jahre alte Zittauer Großvermieter auf Neuland. "Wir entwickeln erstmals einen Eigenheimstandort", sagt die Chefin. Der Grund: Die WBG will die Fläche gewinnbringend loswerden, weil sie nur Geld, zum Beispiel für Grundsteuern, kostet und nichts zum Unternehmenserfolg beiträgt. Vor Jahren standen dort noch Mehrfamilienhäuser, die abgerissen wurden. Neue bauen, verbietet sich angesichts des desolaten Zittauer Miet-Marktes und Tausender leer stehender Wohnungen von selbst. Die Nachfrage nach stadtnahen Einfamilienhäusern aber ist ungebrochen. "Die Lage ist super", sagt Yvonne Urban, Assistentin der Geschäftsführerin. Der Blick ins Grüne, in Richtung Gebirge kann im Prinzip nicht verbaut werden. Die Südstraße ist seit fast sechs Jahren saniert und damit im Gegensatz zu früher keine Buckelpiste mit laut rumpelnden Autos mehr. Eine Bushaltestelle, ein Lebensmittel-Discounter und andere wichtige Dinge sind nicht weit entfernt.

Damit die ganze Ecke zu einem neuen Zittauer Wohn-Kleinod wird, will die WBG auch ihre verbliebenen Mehrfamilienhäuser in dem Straßen-Dreieck sanieren. Eigentlich sollte es mit der Gerhart-Hauptmann-Straße 64 schon in diesem Jahr losgehen. Aber die Explosion der Baupreise und Überlegungen, wie die Sanierung den staatlichen Anforderungen aus dem Klimapaket besser gerecht wird, haben das Vorhaben ausgebremst. Nun ist der Start für 2022 vorgesehen. Im Jahr danach sind die Jahnstraße 3 und 5 an der Reihe. Bis dahin liefern die Postboten vielleicht schon die ersten Briefe oder Päckchen an die neuen Eigenheimadressen.

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