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Juniorwahl: Wen will Zittaus Jugend im Bundestag sehen?

Unter anderem haben Schüler vom Christian-Weise-Gymnasium über ihren Favoriten abgestimmt. Welche Partei und welcher Kandidat dabei wie abschnitt.

Bei der Gesprächsrunde von Schülern mit den sechs aussichtsreichsten Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Görlitz entstand dieses Foto - als Vorbereitung zur Juniorwahl.
Bei der Gesprächsrunde von Schülern mit den sechs aussichtsreichsten Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Görlitz entstand dieses Foto - als Vorbereitung zur Juniorwahl. © privat

Zwei Parteien bekommen von den Jugendlichen besonders viel Zuspruch. Zumindest zeigen das die Ergebnisse der U-18-Wahl am Christian-Weise-Gymnasium in Zittau. An dieser nahmen in dieser Woche 248 von 583 möglichen Schüler teil, was einer Wahlbeteiligung von 42,54 Prozent entspricht.

Bei den Erststimmen machte Harald Prause-Kosubek (SPD/22,17 Prozent) das Rennen, gefolgt von Marko Schmidt (Linke/18,54), Hans Grüner (FDP/18,14), Florian Oest (CDU/16,12), Tino Chrupalla (AfD/12,09) und Annett Jagiela (Grüne/10,88). Mit weitem Abstand dahinter landen Siegmund Hänchen (Freie Wähler/1,21), Harald Twupack (LKR/0,40) und Stefan Heinke (Basis/0,40), die für vergleichsweise kleine Parteien und Vereinigungen antreten.

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Ein anderes Bild zeigt sich bei der Wahl der Parteien. So haben die meisten Gymniasiasten ihre Zweitstimme für die Grünen (19,43 Prozent) abgegeben, die FDP (18,62) liegt an zweiter Stelle. Auf Platz drei landet Die Linke (12,14). Dahinter kommt die SPD (11,33). Die AfD und CDU (9,71) teilen sich den vierten Rang. Die Tierschutzpartei (6,47) rangiert auf Platz fünf. Diese sechs Parteien wären im künftigen Bundestag vertreten sein, wenn es nach den Schülern geht. Alle anderen (12,55 zusammen) würden den Sprung nicht schaffen.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. In den vergangenen Wochen stand das Thema "Demokratie und Wahlen" auf dem Stundenplan. Wie bei der "echten" Bundestagswahl am 26. September mussten die Schüler der Klasse 7 bis 12 mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis in das Wahllokal. Abläufe wie die Stimmabgabe sollten möglichst realitätsnah sein. Die Wahlhelfer legten zuvor auch die Wählerverzeichnisse an und zählten später die Stimmen, übernehmen also Verantwortung und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

"Trotz der relativ niedrigen Wahlbeteiligung waren wir als Schülerrat doch sehr erfreut über die vielen positiven Rückmeldungen und das große politische Interesse an unserer Schule", sagt Schülersprecher Dario Weber.

Im Gymnasium fand zudem eine Gesprächsrunde mit den Direktkandidaten aus dem Landkreis Görlitz statt. "Es hat mich gefreut zu sehen, wie viele unser Angebot genutzt haben, sodass sich die ganze Arbeit auch wirklich gelohnt hat", so Nora Fechner, Mitglied des Schülerrates. Sie denkt auch, dass dieses direkte Gespräch mit den anwesenden Kandidaten vielen helfen konnte, sich ein Bild von den Parteien und deren Zielen zu machen.

Bereits seit 2019 beteiligt sich das Christian-Weise Gymnasium an der Juniorwahl und hat das Projekt fest aufgenommen. Es werde mit viel Spaß und Leidenschaft organisiert, so Dario Weber - und so das demokratische Prinzip gestärkt. "Die Demokratie lebt und das ist gut so!" "Er spricht daher auch von einer erfolgreichen Woche. "In der wir zeigen konnten: auch die Nicht-Wahlberechtigten sollten nicht ungehört und unbeachtet bleiben", meint Dario Weber.

Bundesweit haben sich über 4.400 Schulen mit über 1,4 Millionen Schülern an der Juniorwahl beteiligt. Neben dem Gymnasium haben auch die Weinau- und Schliebenschule in Zittau mitgemacht, genauso wie die Pestalozzi-Oberschule in Großschönau, das Zinzendorf-Gymnasium in Herrnhut und die Oberschule "Klaus Riedel" in Bernstadt. Das Gesamtergebnis wird am Wahlsonntag um 18 Uhr auf www.juniorwahl.de veröffentlicht.

Im Oberland hat der Internationale Bund eine U-18-Wahl veranstaltet: Knapp 350 Schüler im Alter von 9 bis 17 Jahren beteiligten sich in der Andert-Oberschule, im Förderschulzentrum, an der Schkola Ebersbach sowie an der Oberschule in Seifhennersdorf. Dort lag die AfD deutlich vorn.

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