merken
PLUS Zittau

Zittau: Sonnabend öffnet das Kinderland

Das Westpark-Center erwartet einen Riesen-Ansturm. Spielgeräte, Preise, Öffnungszeiten, Einschränkungen am Eröffnungswochenende - was Eltern jetzt wissen müssen.

Heiko Wasser, Geschäftsführer des Westpark-Centers in Zittau, zeigt das neue Kinderland.
Heiko Wasser, Geschäftsführer des Westpark-Centers in Zittau, zeigt das neue Kinderland. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Heiko Wasser ist froh, dass es geschafft ist. Das neue Kinderland im Zittauer Westpark-Center steht. Am Sonnabend um 10 Uhr ist Eröffnung. Auf fast 1.000 Quadratmetern Fläche, bis in acht Meter Höhe ballen sich Spiel und Spaß für die Jüngsten. Maximal 285 Kinder können sich gleichzeitig vergnügen. Fast 300.000 Euro hat das Westpark-Center investiert. Entspannt ist der Geschäftsführer trotzdem nicht.

"Ich habe Bauchschmerzen wegen des Wochenendes", sagt er. Der Grund: Er erwartet einen Riesen-Ansturm. Zum einen hat er das starke öffentliche Interesse durch Veröffentlichungen bei Facebook und in den Medien wahrgenommen. Zum anderen sind schon vor der Eröffnung Feiern für 80 Kindergeburtstage gebucht worden - allein bis zum Jahresende. Wasser hat darauf mit der Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter und erweiterter Arbeitszeit für weitere reagiert.

Anzeige
Hofbesuch in der Gärtnerei Fritzsche
Hofbesuch in der Gärtnerei Fritzsche

"Heimische Produzenten stellen sich vor" - die Volkshochschule Dreiländereck lädt Sie ein einen Blick hinter die Kulissen der Gärtnerei Fritzsche zu werfen.

Und noch eine Sorge treibt Wasser um, die ihn zwar schon lange begleitet, aber am Wochenende eine neue Qualität erreichen könnte: ein Parkchaos vor dem Westpark-Center. Deshalb wird die schmale Zufahrt am Wochenende gesperrt. Wasser bittet alle Eltern, dass sie ihre Autos auf dem centereigenen Parkplatz zwischen McDonald's und der ehemaligen Kaufland-Tankstelle an der Äußeren Weberstraße abstellen und die drei Minuten mit ihren Kindern laufen.

Das erwartet die Eltern zur Eröffnung und im Regelbetrieb:

Die Attraktionen: Riesenrutschen, Elektroautos - Massage-Sessel

Es gibt unendlich viel für die Kinder zu entdecken: Lange Gänge mit Hindernissen und Netzen auf fünf Ebenen laden zum Rennen, Klettern, Hangeln und Balancieren ein. Auf langen Rutschen - eine davon ist eine Wellenrutsche - geht es wieder hinunter. Mit Bällekanonen können die Kinder Schlachten schlagen. "Es gibt auch viele Verstecke", sagt Geschäftsführer Heiko Wasser. Die Strecke für die kleinen, bunten Elektroautos liegt versteckt im Inneren der Anlage. Nicht weit davon entfernt befindet sich eine Trampolin-Arena. Für Kleinkinder gibt es einen eigenen Spielbereich. Alles ist TÜV-geprüft und sicher.

Während die Kinder toben, können die Eltern auf bunten Stühlen an Tischen Platz nehmen. Sogar zwei Massagesessel laden zur Entspannung ein. An einer Snackbar gibt es nicht nur Kaffee für die Großen, sondern auch alles zu essen und zu trinken, was ein Kinderherz höherschlagen lässt.

In einem separaten Bereich können Kindergeburtstage gefeiert werden. Gebucht wird ausschließlich im Netz. Der Kindergeburtstagskonfigurator, so nennt Geschäftsführer Heiko Wasser die Software scherzhaft, zeigt unter anderem während des Eintragens der Daten in Echtzeit an, was die Party kosten würde.

Ein Blick vom höchsten Punkt der Spiellandschaft.
Ein Blick vom höchsten Punkt der Spiellandschaft. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Die E-Scooter-Strecker.
Die E-Scooter-Strecker. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Eine der Bällekanonen.
Eine der Bällekanonen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Einer der Wartebereiche für die Eltern.
Einer der Wartebereiche für die Eltern. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Auch auf zwei Massagesesseln können Mamas und Papas entspannen.
Auch auf zwei Massagesesseln können Mamas und Papas entspannen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Die Snackbar bietet alles Essbare, was Kinderherzen höherschlagen lässt.
Die Snackbar bietet alles Essbare, was Kinderherzen höherschlagen lässt. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Ein Blick in eine der Rutschen.
Ein Blick in eine der Rutschen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Eine Hängebrücke.
Eine Hängebrücke. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die Kosten: Acht Euro für die Kinder-Tageskarte

  • Öffnungszeiten: Das Kinderland hat in der Woche von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende, in den Ferien sowie an den meisten Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Preise: Die Kindertageskarte kostet in der Woche acht, an allen anderen Tagen neun Euro. Erwachsene zahlen drei beziehungsweise vier Euro. Eine Familienkarte schlägt mit 19 oder 23 Euro zu Buche. Für Gruppen gibt es Vergünstigungen.

Die Eröffnung: Ausnahme vom Regelbetrieb

Das Kinderland ist zur Eröffnung fertig - fast. Eine einzige Hängebrücke fehlt noch. Sie lag am Mittwoch in einem Paket verpackt noch am Kölner Flughafen und kann bis zum Wochenende nicht mehr installiert werden.

Weil Geschäftsführer Heiko Wasser so einen großen Ansturm erwartet und er in Corona-Zeiten auch kein Super-Spreader-Event organisieren will, gibt es am Sonnabend und Sonntag ein paar Einschränkungen: Die Spielzeit ist auf zwei Stunden begrenzt und nur maximal 150 Kinder dürfen gleichzeitig im Kinderland toben. Und "damit alle eine Chance haben, bitten wir die Samstags-Gäste, am Sonntag nicht ein zweites Mal vorbeizukommen", sagt Wasser. "Am Montag startet der Regelbetrieb."

Als kleine Entschädigung für die Einschränkungen haben die Eltern am Wochenende freien Eintritt. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem als Preise Kindergeburtstagsfeiern im Kinderland winken.

Der Bau: Eher fertig als geplant

Im März hat der Umbau begonnen: Zuerst wurde die Soccer-Anlage, die bis dahin in der Halle beheimatet war, abgebaut. Danach begannen die Vorarbeiten wie der Einbau eines Schallschutzes, einer neuen Heizung, Fußboden- und Trockenbauarbeiten. Seit etwa Ostern wurden die Spielgeräte aufgebaut. Eigentlich sollte das Kinderland erst im September öffnen. Aber der großzügige Zeitplan ging auf, so dass die Kinder nun vier Wochen eher spielen können. Die Idee für das Kinderland schlummert schon länger in den Köpfen der Westpark-Center-Macher. Heiko Wassers Vorgänger hatte seinen Aussagen zufolge Sorge wegen des finanziellen Risikos, wegen der Versicherung. Und irgendwie fehlten auch der Anlass und der richtige Zeitpunkt. Nun "habe ich eine Alternative für den Fußballplatz gesucht", sagt der Geschäftsführer. Er war nicht rentabel. Und dann kam die Corona-Zwangspause mit reichlich Zeit - die Wasser nicht nur für das Kinderland, sondern auch für andere Um- und Ausbauten nutzte. "Jetzt ist aber erst mal für fünf Jahre Ruhe", sagt Wasser. Jetzt müssen sich die Investitionen bezahlt machen.

Die Mitbewerber: Keines ist so hoch wie das Zittauer

Noch wirbt das Kinder-Spiele-Land im Görlitzer Rosenhof damit, der größte dauerhafte Indoor-Spielplatz der Oberlausitz zu sein. Knapp 1.000 Quadratmeter ist die Fläche mit den Spielgeräten groß - und damit so groß wie das neue Kinderland in Zittau. Aber die fünf Ebenen im Westpark sind bis zu acht Meter hoch und laut Geschäftsführer Heiko Wasser höher als alles, was es in dem Bereich in der Oberlausitz gibt. Das Kindercafé Vallentin in Bautzen ist deutlich kleiner. Das Kindertobeland in Jonsdorf hat nur im Sommer geöffnet und ist anders ausgerichtet. Weil die Zukunft seines Domizils, der Jonsdorfer Eishalle, unsicher ist, ist auch offen, wie es mit dem Tobeland weitergeht. Der neue Fun-Park im Liberecer Babylon dagegen ist eine echte Konkurrenz. Das ändert aber nichts daran, dass Westpark-Center-Chef Heiko Wasser auch auf Besucher aus Polen und Tschechien setzt. Und auf Touristen. Für sie und vor allem ihre Kinder könnte das Zittauer Kinderland ein neuer Anziehungspunkt werden.

Mehr zum Thema Zittau