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Warum die Zittauer Intensivstation letzten Freitag voll belegt war

In den Krankenhäusern in Zittau und Ebersbach ist eine neue Corona-Welle noch nicht spürbar. Und trotzdem kann es auf der ITS eng werden.

Von Jana Ulbrich
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Das Klinikum Oberlausitzer Bergland meldet noch keine hohen Corona-Patienten-Zahlen.
Das Klinikum Oberlausitzer Bergland meldet noch keine hohen Corona-Patienten-Zahlen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die Meldung aus dem bundesweiten Intensivregister Divi vom vergangenen Freitag lässt Schlimmes befürchten: Am Zittauer Standort des Klinikums Oberlausitzer Bergland ist an diesem Tag kein Intensivbett mehr frei, vom Standort in Ebersbach wird eine "hohe Belegung" gemeldet. Ist die neue Corona-Welle etwa schon angekommen?

Nein, kann Klinikum-Sprecherin Jana-Cordelia Petzold beruhigen. Die Zahl der Covid-Patienten an den beiden Krankenhausstandorten ist in dieser Woche sogar rückläufig: Am Donnerstag sind es vier Corona-Patienten auf der Inneren-Isolierstation in Zittau und drei in Ebersbach, darunter ein Patient, der intensivmedizinisch behandelt wird.

Aber auch ohne Corona-Fälle kommt es vor, dass die Betten der beiden Intensivstationen voll belegt sind - wie eben auch am vergangenen Freitag in Zittau. "Das Divi-Register meldet die Gesamtbelegungszahlen, und Covid-Fälle sind ja nur ein Teil der Patienten, die einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen", erklärt die Sprecherin.

Trotz momentan vergleichsweise niedriger Corona-Fälle, rechnet man im Klinikum durchaus mit einem möglichen Ansteigen der Patientenzahlen, so Petzold. Das Klinikum sei im Bedarfsfall aber sofort in der Lage, die Kapazitäten der möglichen Entwicklung anzupassen.