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Weihnachtsstück auch nach Weihnachten

20 Vorstellungen von "Die Schöne und das Biest" fallen wegen des Corona-Lockdowns aus. Das Zittauer Theater will das Märchen deshalb länger spielen.

"Liebes Publikum, wir vermissen Sie." - Dieses Banner hing während der ersten Corona-Zwangsschließung im Frühjahr vor dem Zittauer Theater.
"Liebes Publikum, wir vermissen Sie." - Dieses Banner hing während der ersten Corona-Zwangsschließung im Frühjahr vor dem Zittauer Theater. © Matthias Weber/photoweber.de (Archiv)

Eigentlich haben alle im Zittauer Theater der nächsten Premiere entgegen gefiebert: Am 7. November sollte das Weihnachtsmärchen "Die Schöne und das Biest" erstmals gespielt werden. Daraus wird nichts. Die Theater müssen wegen der stark gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen im November schließen, alle Vorstellungen in diesem Monat fallen aus. Auch die Premiere des Weihnachtsmärchens, dem wichtigsten Stück im Zittauer Theater. Daneben sind 19 weitere Vorstellungen von "Die Schöne und das Biest" betroffen - die Hälfte aller Aufführungen.

Ob im Gerhart-Hauptmann-Theater die Lichter ganz ausgehen, oder zumindest weiter geprobt wird, entscheiden die Gesellschafter am Dienstag. Das teilte Generalintendant Klaus Arauner auf SZ-Nachfrage mit. Wünschenswert wäre aus seiner Sicht, wenn die Probenarbeit fortgesetzt wird. Das Theater habe nach seinen Worten exzellente Hygienekonzepte, um eine sprunghafte Verbreitung des Coronavirus innerhalb des Hauses zu vermeiden.

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Eine Fortsetzung der Probenarbeit sei auch wichtig, so Arauner, um die geplanten Stücke - wie eben das Weihnachtsmärchen - vorbereiten zu können. Nur so könnte der Spielbetrieb nach einer Wiedereröffnung der Theater sofort aufgenommen werden.

Im Frühjahr beim ersten Corona-Lockdown fanden keine Proben statt. Das Theater konnte deshalb auch nach dem Ende der Zwangsschließung nicht gleich wieder spielen. Zudem mussten erst Hygienekonzepte erarbeitet werden, um überhaupt den Betrieb starten zu können. Diese Konzepte liegen inzwischen vor und finden seit dem Start der neuen Theaterspielzeit im September ihre Anwendung.

Zusätzliche Vorstellungen im Dezember

Die Premiere des Weihnachtsmärchens könnte - vorausgesetzt im Dezember darf gespielt werden und im November wird weiter geprobt - am 1. Dezember stattfinden. An diesem Tag ist vormittags eine Schulvorstellung geplant. "Am Abend wäre die Premiere möglich", sagt der Generalintendant. Es würde sich in diesem Fall um eine zusätzliche Vorstellung handeln. Überhaupt werde das Theater jeden möglichen Spieltermin nutzen, um die ausfallenden Vorstellungen vom November nachzuholen, kündigt Arauner an.

Darüber hinaus sei geplant, so der Generalintendant, das Stück "Die Schöne und das Biest" auch nach Weihnachten zu spielen, um möglichst alle Wünsche nach Karten erfüllen zu können. Man werde bis Ostern Vorstellungen anbieten.

Diejenigen, die Karten für die November-Vorstellungen erworben haben, können diese umtauschen oder sich das Geld wieder ausbezahlen lassen.

Spenden für Kultur und Gastronomie

Gleichzeitig ruft die Stadt Zittau - Stabsstelle Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing - zusammen mit dem Verein "Zittau lebendige Stadt", dem Citymanager und den Kultureinrichtungen die Aktion "Zittau gemeinsam gegen Corona" ins Leben. Die Theatergänger könnten dabei das Geld für die Eintrittskarten spenden. Eine solche Aktion hatte es auch beim ersten Corona-Lockdown gegeben. Eingebunden werden neben den Kulturbetrieben auch die Tourismus- und Gastronomiebranche, die ebenfalls von der Corona-Schließung betroffen sind.

Für die kommenden Monate wird das Gerhart-Hauptmann-Theater den Kartenvorverkauf am Anfang des jeweiligen Vormonats starten - also Anfang November für Dezember, Anfang Dezember dann für Januar. So ist zumindest der Plan. Und der kann nur umgesetzt werden, wenn die Gesellschafter am Dienstag grünes Licht für weitere Proben geben.

Ob der Corona-Lockdown auch Auswirkungen auf spätere Premieren hat, ist momentan noch nicht abzusehen. Sollte der Spielbetrieb im Dezember normal beginnen, werde das Theater an den geplanten Premieren-Terminen der restlichen Spielzeit festhalten, verspricht Klaus Arauner.

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