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Der Vorhang öffnet sich wieder

Das Zittauer Theater nimmt seinen Betrieb auf und zeigt im Klosterhof gleich zwei Stücke. Eines davon ist "Beute", inszeniert von Olga Wildgruber.

Szene aus dem Stück "Beute", das am Freitag im Zittauer Klosterhof Premiere hat.
Szene aus dem Stück "Beute", das am Freitag im Zittauer Klosterhof Premiere hat. © Pawel Sosnowski

Die Zuschauer scharen schon aufgeregt mit den Füßen. Die Theater dürfen nun wieder spielen. Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz/Zittau nimmt am Freitag (4. Juni) seinen Spielbetrieb auf. Mit der ersten Vorstellung nach sieben Monaten Schließung läutet das Theater gleichzeitig die Freiluftsaison ein. Am Freitag hat im Zittauer Klosterhof die satirisch-morbide 60er-Jahre Kriminalkomödie "Beute" Premiere.

Im Klosterhof werden dieses Jahr gleich zwei Stücke aufgeführt. Einen Tag nach der ersten Premiere taucht der Ex-Türsteher Dave in dem Monolog "NippleJesus" erstmals in seinem neuen Job als Museumswärter in die Kunstwelt ein.

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"Beute" wird von der Regisseurin Olga Wildgruber inszeniert, die bereits vor zwei Jahren die "Räuber" im Klosterhof gekonnt in Szene gesetzt hat. Die SZ sprach mit ihr über das neue Stück und die Vorbereitungen.

Frau Wildgruber, wie ist es wieder in Zittau zu arbeiten?

Wunderschön..., wenn nicht die ganzen Auflagen wären.

"Die Räuber" inszenierten sie vor der Pandemie, "Beute" mit vielen Auflagen. Inwieweit beschränken die Corona-Regeln die Arbeit?

Glücklicherweise hat das Theater ein engmaschiges Testkonzept erarbeitet, sodass die Schauspieler auf der Bühne ohne große Einschränkungen agieren können. Natürlich soll der Kontakt nicht zu eng sein.

Das Zittauer Theater führt ja dieses Jahr gleich zwei Stücke im Klosterhof auf. Wie funktioniert das mit den Proben und nutzen Sie eine Bühne zusammen?

Nein, wir nutzen zwei Bühnen. Und das sehr geschickt. Wenn für das eine Stück gerade nicht geprobt wurde, konnte das andere Stück einstudiert werden. Für die "Beute" haben wir in der Regel vormittags und abends geprobt, am Nachmittag fanden die Proben für "NippleJesus" statt. In dieser Woche hat das Team von "NippleJesus" aber den ganzen Klosterhof für sich, da wir unsere Proben bereits abgeschlossen haben. "Beute" sollte ja eigentlich schon vorige Woche Premiere haben und wurde nur wegen des Corona-Lockdowns auf den 4. Juni verschoben. Wir werden nur kurz vor der Premiere noch mal einen Durchlauf machen.

Sie inszenieren zum zweiten Mal für den Klosterhof. Wie passt "Beute" dorthin?

Ein zentraler Bestandteil unseres Stückes ist eine Beerdigung. Von daher passt es wunderbar zum Klosterhof mit seinen alten, historischen Gräbern. Das Stück selbst ist eine selten gespielte Kriminalkomödie mit typischen britischem Humor.

Die Schauspieler standen monatelang nicht auf der Bühne. Gab es am Anfang Schwierigkeiten?

Nein, alle sind mit viel Energie und viel Freude an die Arbeit gegangen. Von daher gab es keine Anlaufschwierigkeiten. Anfangs hatten wir aber ein paar Probleme mit der Verständigung, weil wir noch mit Masken geprobt haben.

Sie sind als freie Regisseurin tätig. Wie haben Sie den Corona-Lockdown überlebt?

Ich hatte verhältnismäßiges Glück. Eine Inszenierung ist vor dem ersten Lockdown schon sehr weit vorbereitet worden, dann aber wegen der Schließung der Theater nicht mehr zur Aufführung gekommen. Im Spätsommer konnte ich eine Inszenierung realisieren, die auch komplett gespielt wurde. Es war ein Stück, das sich komödiantisch mit den Corona-Regeln auseinandergesetzt hatte. Zwei Tage nach der letzten Vorstellung wurden die Theater wieder geschlossen. "Beute" ist jetzt meine erste Produktion nach dem Lockdown. In der nächsten Spielzeit werde ich dann ein Stück in Koblenz inszenieren.

- "Beute" wird am 4., 6., 10., 20. und 24. Juni sowie 2. Juli jeweils um 20 Uhr im Klosterhof Zittau gespielt.

- "NippleJesus" ist am 5., 11., 13. und 27. Juni, 11. Juli und 5. August jeweils um 20 Uhr sowie am 22. Juli um 18 Uhr im Zittauer Klosterhof zu erleben.

Das Theater weist darauf hin, dass für den Besuch der Vorstellungen ein tagesaktueller Schnelltest (keine Selbsttests) erforderlich ist.

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