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Radio Zett gewinnt bei Ideenwettbewerb

Aus gut 500 Einreichungen wurden die Zittauer Radiomacher ausgewählt. Mit dem Preisgeld wollen sie internationaler werden.

Radio Zett sendet aus dem Zittauer Volkshaus.
Radio Zett sendet aus dem Zittauer Volkshaus. © Archivbild: Jan Lange

Immer wieder sind die Reporter von "Radio Zett" auch über den Grenzen unterwegs, um aus Polen oder Tschechien zu berichten - sei es über die Grube Turow, die Buslinie von Zittau nach Swieradow Zdroj (Bad Flinsberg), das Versöhnungskreuz in Rovensko oder die Bunzlauer Keramik.

Künftig wollen die Zittauer Radiomacher vom Verein "Radio-Initiative Dreiländereck" nicht mehr allein über ihre Nachbarn informieren, auch polnische und tschechische Kollegen sollen Beiträge erstellen. Ziel sei es, eine trinationale Redaktion aufzubauen, erklärt der Journalist Andreas Herrmann. Umgesetzt werden soll dieses Vorhaben im Rahmen des Projektes "Hallo Nachbar - trinationales Radio im Dreiländereck".

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Ihr Projekt ist jetzt beim Ideenwettbewerb "Machen! 2021" ausgezeichnet worden. Wie das Bundeswirtschaftsministerium bestätigt, schaffte es der Zittauer Verein in der Kategorie "Grenzüberschreitende Partnerschaften" auf den 4. Platz. Er erhält 8.000 Euro.

Für die drei Kategorien gingen bis Mitte Mai knapp 500 Wettbewerbsbeiträge ein. Der Ideenwettbewerb war zum dritten Mal vom Ostbeauftragten Marco Wanderwitz ausgelobt worden. Mit dem Wettbewerb soll das vielfältige Engagement in den neuen Bundesländern stärker sichtbar gemacht und unterstützt werden.

In der Kategorie "Grenzüberschreitende Partnerschaften" sei wichtig gewesen, dass die Projektidee den gesellschaftlich-kulturellen Austausch über die Landesgrenzen hinweg unterstützt. Außerdem sollte die Projektidee kreativ sein, eine hohe Breitenwirkung erzielen, das Potenzial haben zu wachsen und reproduzierbar sein.

Die Zittauer Radiomacher wollen ihr Projekt in den nächsten eineinhalb Jahren umsetzen. Als Erstes soll, kündigt Herrmann an, eine trinationale Webseite von "Radio Zett" erarbeitet werden.

Aus dem Landkreis Görlitz wurde ein weiteres Projekt ausgewählt: "Piraten auf großer Fahrt" des Vereins "Freizeit-Zentrum Skerbersdorf e. V." in Krauschwitz. Es erhält in der Kategorie Bürgerschaftliches Engagement 5.000 Euro.

Alle Preisträger sind auf der Seite www.machen2021.de veröffentlicht. Corona-bedingt kann in diesem Jahr keine Preisverleihungsveranstaltung stattfinden. Marco Wanderwitz hat heute einen der Preisträger – auch stellvertretend für alle anderen – zur Übergabe der Urkunde besucht. Die Hauptpreisträger werden Anfang August auf der Seite www.machen2021.de mit Videoclips vorgestellt. Ende der Woche soll der kleine Film über die Zittauer Radiomacher gedreht werden.

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