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Zittau richtet Landeserntedankfest aus

2022 soll die sächsische Großveranstaltung in Zittau stattfinden. Und mit einem anderen Fest zusammengelegt werden.

2015 fand das Landeserntedankfest in Löbau statt.
2015 fand das Landeserntedankfest in Löbau statt. © Archivfoto: Rafael Sampedro

Nun ist es offiziell: Zittau richtet das Landeserntedankfest 2022 aus. Thomas Schmidt (CDU), sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung, verkündete heute die Entscheidung der Öffentlichkeit und überreichte Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) die entsprechende Urkunde.

Vom 30. September bis zum 2. Oktober 2022 wird Zittau Gastgeber für Sachsens größtes Erntedankfest sein, wie der Minister informierte. Zittau habe starke Bewerbungsunterlagen eingereicht, hieß es bei der Bekanntgabe des Ausrichterortes. Die Stadt hatte unter anderem auf ihre lange Gartenbautradition verwiesen. Noch heute gibt es rund um Zittau viele Gärtnereien. Aber auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit spielte bei der Bewerbung eine Rolle.

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Das Landeserntedankfest wird seit 1998 abwechselnd in den Regionen Leipzig, Chemnitz und Dresden ausgerichtet. Es soll die Leistungen der Menschen im ländlichen Raum würdigen, insbesondere die der Bauern. Auch in Zittau soll es die bekannten Programmpunkte wie Prämierung der schönsten Erntekrone, Erntedank-Festgottesdienst und Festumzug geben. Man werde hoffentlich wieder ein schönes Fest feiern können, wünscht sich Thomas Schmidt.

Im Vorjahr musste das Landeserntedankfest in Oelsnitz im Vogtland pandemiebedingt abgesagt werden. Das hatte auch Auswirkungen auf Zittau. Denn bei einem regulären Ablauf wäre schon 2021 der Gastgeber aus dem Bezirk Dresden gekommen. So aber wurde das dreitägige Fest um ein Jahr verschoben und für 2021 erneut in Oelsnitz geplant. Wegen der anhaltenden Pandemie und der damit verbundenen Unsicherheiten für Großveranstaltungen gibt es auch 2021 kein Landeserntedankfest.

Staatsminister Thomas Schmidt (CDU, links) überreicht die Urkunde für das Landeserntedankfest 2022 an Zittaus OB Thomas Zenker (Zkm).
Staatsminister Thomas Schmidt (CDU, links) überreicht die Urkunde für das Landeserntedankfest 2022 an Zittaus OB Thomas Zenker (Zkm). © Foto: Jan Lange

Noch einmal verschieben wollte man das Fest in Oelsnitz nicht. Stattdessen sollen die Besucher 2024 ins Vogtland kommen - wenn das Landeserntedankfest das nächste Mal im Chemnitzer Raum ausgetragen wird. Rund 50.000 Gäste werden in der Regel zu der dreitägigen Veranstaltung erwartet.

Bereits für das Fest 2018 hatte sich die Stadt Zittau beworben. Damals gab das Kuratorium, das die Gastgeberstadt auswählt, aber Coswig den Vorzug - weil erst drei Jahre zuvor das Landeserntedankfest in Löbau und damit in der südlichen Oberlausitz gefeiert wurde. Das Kuratorium sprach danach Zittau an, sich erneut zu bewerben. Der Zittauer Stadtrat gab dafür im vergangenen September grünes Licht.

Eine solche Entscheidung sei nicht selbstverständlich in unsicheren Zeiten wie jetzt, meint der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Meyer. Er ist sich sicher, dass mit dem Fest wieder gute Werbung für die Region gemacht wird.

Zittau war im Jahr 1999 bereits Gastgeber der sächsischen Landesgartenschau und 2001 vom Tag der Sachsen. Darüber hinaus fanden hier 2004 die offiziellen Feierlichkeiten der EU-Osterweiterung statt.

Großveranstaltungen werden in Zittau immer wieder mit dem Stadtfest verbunden. So wird es auch 2022 sein, wie OB Zenker bestätigt. Die Stadt werde die fürs Stadtfest geplanten Ausgaben nun fürs Landeserntedankfest verwenden. Der Freistaat Sachsen beteiligt sich ebenfalls finanziell - mit insgesamt 133.600 Euro. Die Hilfe des Landes sei wegen der höheren Sicherheitsanforderungen durch die Corona-Pandemie aufgestockt worden, erklärt Minister Schmidt.

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