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Zittauer Drogendealer muss hinter Gitter

Nachdem der Zittauer Roger B. den Handel von kiloweise Marihuana gestanden hat, gab's nun ein Urteil. Seine Freundin kommt glimpflicher davon.

Mit kiloweise Marihuana hat auch Roger B. gehandelt.
Mit kiloweise Marihuana hat auch Roger B. gehandelt. © Stefan Puchner/dpa

Es ging viel schneller als erwartet. Das Landgericht Görlitz konnte auf vier geplante Verhandlungstermine, die Verlesung zahlreicher WhatsApp-Chats und die Vernehmung einiger Zeugen im großen Zittauer Drogenprozess verzichten.

Grundlage dafür war eine Verständigung zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigern mit Angeklagten sowie dem Gericht. Roger B. gestand seinen Drogenhandel so wie angeklagt und erhält eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Er hat in neun Fällen große Mengen Marihuana aus Tschechien besorgt und abgesehen von einer vergleichsweise geringen Menge für den Eigenverbrauch in Zittau und Umgebung weiterverkauft.

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Bestellt hatte er sehr offen über den Handy-Nachrichtendienst WhatsApp, was den Ermittlern beim Tatnachweis und der Aufstellung der Handelsmengen überaus hilfreich war. Dazu kamen einige "kleinere" Drogenverkäufe in Tschechien und Deutschland, der Besitz einer größeren Menge harter Drogen und einer verbotenen Waffe, die nach seiner Festnahme bei der Durchsuchung seiner Wohnung gefunden wurden. Seine Freundin wurde als Mittäterin wie in der Verständigung vereinbart zu einer Bewährungsstrafe verurteilt – ein Jahr und zehn Monate Freiheitsentzug. Sie ist also aus der Untersuchungshaft auf freien Fuß entlassen worden.

Das vorige Geständnis des Angeklagten Roger B. am zweiten Verhandlungstag war aus Sicht des Gerichts und des Staatsanwalts zumindest an einigen Punkten nicht glaubwürdig und damit auch nicht ausreichend. Durch die Verständigung ist dies einerseits ausgeräumt, andererseits wurde auf eine weitere Aufklärung der Hintergründe verzichtet. Nach diesem Urteil im Sinne der Verständigung ist es höchstwahrscheinlich, dass das Urteil auch rechtskräftig wird.

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