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"Jahrhundertbau" in Olbersdorf geht weiter

Die Winterpause ist beendet. Der Bau der neuen Stützmauer am Grundbach geht ins vierte Jahr. Und eine wichtige Ortsdurchfahrt ist wieder voll gesperrt.

Der "Jahrhundertbau" an der Olbersdorfer August-Bebel-Straße geht ins vierte und - hoffentlich - letzte Jahr.
Der "Jahrhundertbau" an der Olbersdorfer August-Bebel-Straße geht ins vierte und - hoffentlich - letzte Jahr. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Das hatten sich die Olbersdorfer wahrlich anders vorgestellt, als im März 2018 die Baufahrzeuge an der August-Bebel-Straße anrückten. Die lange Stützmauer, die die Straße vor dem Abrutschen in den Goldbach schützt, hatte im Jahrhundert-Hochwasser 2010 Schaden genommen und sollte saniert werden. In ein paar Monaten sollte das erledigt - und auch gleich noch die Straße wieder schick sein. Doch das ging schief.

Als "Jahrhundertwerk" bezeichnen die Olbersdorfer inzwischen spöttisch ihre Baustelle an der August-Bebel-Straße. Die ist nicht etwa irgendeine Nebenstraße, sondern eine wichtige Ortsdurchfahrt. Diese Woche sind die Bauarbeiter wieder angerückt. Der Neubau der Stützmauer geht ins vierte Jahr. Und wieder ist die August-Bebel-Straße im Baustellenbereich voll gesperrt.

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"Da wird den Anwohnern wirklich viel zugemutet", gibt Olbersdorfs Hauptamtsleiter zu. Doch die ganze Sache ist ja nicht zu ändern, weiß Ralph Bürger. Umso mehr hofft er, dass die Bauarbeiten nun Ende dieses Jahres endlich abgeschlossen werden. In der Hand der Gemeinde Olbersdorf liegt das nicht.

Der Stützmauerbau ist eine Maßnahme des Landkreises. Und auch der hatte sich die ganze Sache anders vorgestellt: Ein Baugutachten hatte den Schaden, den der Goldbach im August-Hochwasser 2010 an der Stützmauer angerichtet haben sollte, auf 411.000 Euro geschätzt. Die Mauer sei grundhaft noch in Ordnung, nur die Kappe müsse erneuert werden, hatten die Gutachter formuliert.

Aber schon kurze Zeit nach Beginn der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass der Schaden weitaus größer ist und die Mauer derart instabil, dass sie komplett entfernt und durch eine neue Stahlbetonwand ersetzt werden muss. Gesamtkosten: fast dreieinhalb Millionen Euro.

Der Bau liegt im - neuen - Zeitplan, teilt eine Sprecherin des Landratsamts mit. Entsprechend des Bauvertrags sei die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme im November dieses Jahres vorgesehen, heißt es aus dem Landratsamt. Neben dem Stützmauerbau sind im Untergrund der August-Bebel-Straße auch Trinkwasserleitung und Regenwasserkanal erneuert worden.

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