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Wissenswertes über Waltersdorf

Ein Buch nimmt den Leser mit auf einen bebilderten Rundgang durch den Ort bis zur Lausche. Gefüllt mit Sehenswertem am Wegesrand - und vielen Infos.

So sieht das Buchcover aus.
So sieht das Buchcover aus. © Rolf Hill

Zu einem visuellen Rundgang durch den Erholungsort Waltersdorf bis hinauf zum Gipfel der Lausche und zurück lädt der Jonsdorfer Autor Ulrich Lange seine Leser ein. Dabei stützt er sich vor allem auf historische, teilweise kaum noch bekannte, und im Vergleich dazu auch neuere Ansichten. 

Es ist nicht das erste Mal, dass Lange ein solches Album präsentiert. Im Mittelpunkt der bisherigen Bücher standen zum Beispiel sein eigener Heimatort sowie Oybin-Hain mit dem Hochwald. Wie bei den bisher vorliegenden Bildbänden dominieren auch diesmal eindeutig die historischen Postkarten und sonstigen Abbildungen. Daraus deutlich erkennbar die Absicht des Autors, einen eigenen sichtbaren Beitrag dafür zu leisten, dass nicht nur der heutige Reiz des Zittauer Gebirges, sondern auch dessen früher, der heutigen Generation aus eigenem Erleben kaum noch bekannte Schönheit in der Erinnerung bewahrt bleibt. 

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Nach einer kurzen Skizze der Wanderung - die Ulrich Lange mit seiner Gattin absolviert hat - folgen wissenswerte Informationen über den Ort der Handlung, also Waltersdorf – einschließlich des Verweises auf dessen Zugehörigkeit zur Stadt Zittau seit dem 14. Dezember 1919. Ausgangs- und Endpunkt des "Rundgangs" ist der ehemalige "Niederkretscham", heute das Naturparkhaus. Bevor es los geht, finden sich auf 29 Seiten alte und neuere Bilder jener Orte, von denen aus man die Lausche erkennt oder, die vom Gipfel des höchsten Berges im heimischen Zittauer Gebirge zu erspähen sind. Dabei werden noch jede Menge Infos am Rande vermittelt.

Zu viel Wissenswertes

Der Wanderung selbst zu folgen, ist allerdings für den Ortsunkundigen etwas schwierig, zumindest dann, wenn man sich nach der Nummerierung der Stationen entsprechend der Skizze im Buch halten will. Doch das Ziel ist schon von weitem gut sichtbar. Was es  alles am Wegesrand zu sehen gibt oder zu sehen gab, ist zwar äußerst interessant und wissenswert, aber man wird von dessen Fülle regelrecht erschlagen. Weniger hätte in dem Fall mehr bedeutet. Was hier auf 246 Seiten in Wort und vor allem ausdrucksvollen, sicher mitunter einmaligen Bildern geboten wird, ist für den Normalverbraucher hart an der Grenze dessen, was mit einem Mal fassbar erscheint. Deshalb sollte vor Antritt der "echten" Wanderung das Buch etappenweise angeschaut und sich die jeweils interessantesten Orte gemerkt oder notiert werden.

Dieses in mühevoller Kleinarbeit entstandene Buch von Ulrich Lange ist ein gelungener Beitrag, Vergangenes für die nächste Generation zu bewahren. Gleichzeitig soll damit auch der Wunsch geweckt werden, sich alles selbst anzusehen, so lange es noch vorhanden ist. Dafür ist dem Autor zu danken.

Das Buch ist im SZ-Treffpunkt Zittau, Neustadt 18, sowie im Buchhandel erhältlich.

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