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Bürgermeisterin bei Zittaus AfD

Karin Berndt aus Seifhennersdorf ist wegen des Parkschul-Neubaus der Einladung gefolgt. Sie wollte auch etwas klarstellen.

Zweimal hat der Zittauer Stadtrat den Ausbau der Parkschule mehrheitlich abgelehnt. Diskutiert wird darüber immer noch - auch mit Karin Berndt.
Zweimal hat der Zittauer Stadtrat den Ausbau der Parkschule mehrheitlich abgelehnt. Diskutiert wird darüber immer noch - auch mit Karin Berndt. © Matthias Weber/SZ-Montage

Seifhennersdorfs Bürgermeisterin Karin Berndt (Unabhängige Bürger Seifhennersdorf, UBS) hat an einer Beratung der AfD-Fraktion des Zittauer Stadtrates teilgenommen. "Ich bin der Einladung zu der Sitzung gefolgt, weil es um den geplante Neubau eines Erweiterungsbaus der Parkschule in Zittau ging, die Fraktion deswegen von mir Auskünfte zur Seifhennersdorfer Schule haben wollte und ich auch etwas klarstellen wollte", sagt sie. Karin Berndt betont zudem, dass sie als Privatperson und nicht als Bürgermeisterin teilnahm.

Wie ihr Zittaus Vorsitzender der AfD-Fraktion, Jörg Domsgen, mitteilte, hatten auch bereits zum gleichen Termin die Sozialamtsleiterin der Stadtverwaltung sowie die Amtsleiterin für Schule-Sport im Landkreis zugesagt. Auch August Friedrich vom Bündnis "Parkschulausbau jetzt" ist unter anderem bei der Fraktionssitzung dabei gewesen. Die AfD-Fraktion wollte sich vor der erneuten Abstimmung über den Schulanbau der Parkschule im Stadtrat noch einmal alle Argumente anhören, hieß es.

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"Ich hatte mich gewundert, dass in den Berichten der SZ zum Parkschulanbau plötzlich auch ein mögliches Umlenken von Schülern aus Zittau an unsere Seifhennersdorfer Oberschule zur Sprache kam, das ist völliger Quatsch", sagt sie. So gern sich Seifhennersdorf über jede Schulanmeldung freut, hält Karin Berndt das aber für keine gute Idee. "Die Zittauer Schulen besitzen keinen unmittelbaren nachbarschaftlichen Bezug zu Seifhennersdorf", schildert sie.

Seifhennersdorf übernimmt Fahrkosten für die Eltern

Und was das nicht nur für die Schüler wegen dem Fahrweg, sondern auch für die Eltern bedeuten würde, weiß sie am Beispiel Leutersdorf. Noch bevor es damals mit dem "Schulrebellen-Kampf" losging, ist für Leutersdorf und Spitzkunnersdorf die nächstgelegene Oberschule in Seifhennersdorf gewesen. Dann wurde die Schulbeförderungssatzung geändert und plötzlich galt Großschönau als nächstgelegene Schule. Für die Leutersdorfer bedeutet das seitdem, sie müssen zum Schülerverkehr ihrer Kinder zuzahlen, wenn sie sie nach Seifhennersdorf an die Schule schicken.

"Und das, obwohl sich an den Entfernungen zwischen den Orten ja nichts geändert hat", berichtet sie. Die Bürgermeisterin ärgert sich immer noch, wenn sie darüber spricht. "Man braucht ja nur auf den Tacho im Auto zu schauen, was näher liegt", sagt sie. Erst kürzlich haben die Seifhennersdorfer Stadträte wieder einen Beschluss gefasst, mit dem die Stadt die Mehrkosten für die Eltern übernimmt. Das Geld dafür nimmt die Stadt aus einer Erbschaft.

Seifhennersdorf ist in der glücklichen Lage, nun schon seit vielen Jahren von einem Erbe für seine drei Schulen profitieren zu können. Es stammt aus dem Nachlass eines ehemaligen Bürgers der Stadt, der eine Million Euro für den Erhalt aller drei Schulen zu gleichen Teilen im Ort zur Verfügung stellte.

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