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Christoph Kunze soll Ehrenbürger werden

Nach seinem frühen Tod will Jonsdorf seinen ehemaligen Bürgermeister posthum ehren. Heute soll der Gemeinderat darüber entscheiden. Eine Hürde gibt es.

Von Jana Ulbrich
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Jonsdorfs ehemaliger Bürgermeister Christoph Kunze ist am 26. März gestorben. Für seine Verdienste will die Gemeinde ihm posthum eine hohe Ehre zuteil werden lassen.
Jonsdorfs ehemaliger Bürgermeister Christoph Kunze ist am 26. März gestorben. Für seine Verdienste will die Gemeinde ihm posthum eine hohe Ehre zuteil werden lassen. © Matthias Weber

Er hätte es sich wirklich verdient. Da sind sich Jonsdorfs Bürgermeisterin Kati Wenzel (Freie Wähler) und Ralph Bürger, der Hauptamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, einig: Christoph Kunze, von 2012 bis 2019 Wenzels Amtsvorgänger, soll posthum zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt werden.

Christoph Kunze ist am 26. März im Alter von 69 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. "Sein Amt als Bürgermeister hat er nie nur nebenbei im Ehrenamt ausgefüllt, sondern immer mit ganzer Kraft, mit viel Liebe und Herzblut", sagt Kati Wenzel. Sein ganzes Leben lang habe sich Kunze für den Ort engagiert, der ihm von Geburt an Heimat war - über das Amt des Bürgermeisters hinaus auch in der Hermann-Tempel-Stiftung und mehreren Vereinen.

Die Bürgermeisterin und der Hauptamtsleiter haben deshalb vorgeschlagen, Christoph Kunze die Ehrenbürgerwürde des Ortes posthum zuteil werden zu lassen. Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde verleihen kann. Zwei Ehrenbürger hat Jonsdorf schon: Hermann Tempel, der dem Ort sein Vermögen vermacht hat, und Heinz Leupolt, ebenfalls langjähriger Bürgermeister der Gemeinde.

Auf seiner heutigen Sitzung soll der Gemeinderat über den Vorschlag abstimmen. Eine Hürde allerdings gibt es: Bisher ist den verdienstvollen Jonsdorfern die Ehrenbürgerschaft zu Lebzeiten verliehen worden - und sie haben sie auch selbst angenommen. So steht es in den Statuten. "Aber ich bin sicher, wir werden einen Weg finden, in diesem Fall den Titel auch posthum verleihen zu können", sagt Kati Wenzel.

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