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Das Gütchen ist fertig saniert und eröffnet heute

Das Projekt ist teurer als geplant. Aber es hat sich gelohnt. Unter heutigen Bedingungen könnte es Mittelherwigsdorf nicht mehr bauen. So sieht's innen aus.

Gastwirtin Simone Eifler in einem der zwei Räume der Gaststätte zum Gütchen an der B96 in Mittelherwigsdorf. Die beliebte Gaststätte öffnet nun wieder.
Gastwirtin Simone Eifler in einem der zwei Räume der Gaststätte zum Gütchen an der B96 in Mittelherwigsdorf. Die beliebte Gaststätte öffnet nun wieder. © Matthias Weber/photoweber.de

Simone Eifler ist froh, dass nun langsam etwas Normalität einkehrt. Heute öffnet die Wirtin vom Gütchen an der B96 in Mittelherwigsdorf erstmals wieder die komplette Gaststätte nach der langen Corona- und Umbau-Phase. Während der Corona-Pandemie durfte sie zwischenzeitlich ja schon mal vorübergehend Gäste bewirten.

Kleine Familienfeiern fanden da bereits mal in der Gaststätte statt. Wegen der Auflagen, wie den Abstandsregeln, nutzte sie dafür aber vor allem den neu sanierten großen Saal. Jetzt erlauben es die niedrigen Inzidenzzahlen, dass den Gästen wieder beide Räume der Gaststätte und natürlich der große Saal als Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.

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Das Gütchen an der B96 in Mittelherwigsdorf ist nun fertig saniert.
Das Gütchen an der B96 in Mittelherwigsdorf ist nun fertig saniert. © Matthias Weber/photoweber.de
Bürgermeister Markus Hallmann (links) und Bauamtsleiter Michael Erbe suchen im großen Tagungsraum im Obergeschoss einen passenden Platz für eine Mittelherwigsdorfer Ortsansicht des Malers Joachim Hennig.
Bürgermeister Markus Hallmann (links) und Bauamtsleiter Michael Erbe suchen im großen Tagungsraum im Obergeschoss einen passenden Platz für eine Mittelherwigsdorfer Ortsansicht des Malers Joachim Hennig. © Matthias Weber/photoweber.de
Die Küche neben dem Tagungsraum im Obergeschoss.
Die Küche neben dem Tagungsraum im Obergeschoss. © Matthias Weber/photoweber.de
Um die Raumaufteilung im Obergeschoss verändern zu können, wurde extra der Treppenaufgang verlegt.
Um die Raumaufteilung im Obergeschoss verändern zu können, wurde extra der Treppenaufgang verlegt. © Matthias Weber/photoweber.de
Der komplett sanierte große Saal mit Bühne vom Gütchen.
Der komplett sanierte große Saal mit Bühne vom Gütchen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Der große Saal mit Blick auf die Bar.
Der große Saal mit Blick auf die Bar. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Damit das gesamte Erdgeschoss jetzt behindertengerecht ist, wurde vor der Eingangstür eine Rampe für Rollstuhlfahrer angebaut.
Damit das gesamte Erdgeschoss jetzt behindertengerecht ist, wurde vor der Eingangstür eine Rampe für Rollstuhlfahrer angebaut. © Matthias Weber/photoweber.de
Der neue "Gütchen-Garten" hinter dem Gebäude. Die Überdachung über die Sitzgelegenheiten wird in den nächsten Tagen noch ergänzt.
Der neue "Gütchen-Garten" hinter dem Gebäude. Die Überdachung über die Sitzgelegenheiten wird in den nächsten Tagen noch ergänzt. © Matthias Weber/photoweber.de

"Es ist etwas anderes, wenn man die Leute in der Gaststätte bewirten kann oder notgedrungen Essen außer Haus anbietet", sagt Simone Eifler. Und die Wirtin dankt ihren Kunden, dass diese sie in der schwierigen Zeit nicht hängen ließen. "Corona hat gezeigt, auf die Herschdurfer ist Verlass", erzählt sie. Am Männertag hat sie beispielsweise erstmals Bowle gemacht und sie außer Haus angeboten. "Die Nachbarn und andere Leute sind mit Krügen und anderen Gefäßen gekommen und haben sie sich nach Hause geholt. Das fand ich toll", sagt sie.

"Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie es hier noch vor einigen Monaten aussah", berichtet Bürgermeister Markus Hallmann (Freier Wählerverein). Vom großen Gastraum fehlte die Decke, sodass man bis unters Dach gucken konnte. Die Gemeinde hat das gesamte Obergeschoss nicht nur saniert, sondern auch die Raumaufteilung komplett verändert.

Zwei Millionen Euro haben nicht mehr gereicht

2,45 Millionen Euro sind in das Gütchen investiert worden. Zwei Millionen Euro waren eigentlich nur eingeplant. Die Fördermittelsumme von 1,5 Millionen Euro hat sich deswegen aber nicht erhöht. Aber wie das so ist, mit dem Sanieren von alter Bausubstanz, da kommen Schäden zum Vorschein, mit denen vorher nicht gerechnet wurde. So musste beispielsweise der Toilettenanbau völlig neu gegründet werden. Auch die Lüftungsanlage war vorher kleiner geplant, um nur einiges zu nennen.

"Wir haben gerade noch zur rechten Zeit gebaut. So ein Unternehmen könnten wir heute zu den jetzigen Bedingungen und den gestiegenen Baupreisen nicht mehr stemmen", sagt Markus Hallmann. Im Februar 2019 hatte die Gemeinde mit der Sanierung des Gütchens angefangen. Es ist eines ihrer größten Bauprojekte der letzten Jahre gewesen. Er dankt auch der Pächterin der Gaststätte, dass sie während der Bauphase so mitzog.

Statt Wohnungen, wie zu DDR-Zeiten, dient das völlig neu sanierte Obergeschoss nun einem anderen Zweck. Hier gibt es jetzt einen großen Tagungsraum mit etwa 60 Plätzen. Im Juli findet darin die erste Gemeinderatssitzung statt. Der Raum ist schon komplett eingerichtet, ebenso die Küche, Garderobe und die Toiletten. Auch drei kleine Vereinsräume befinden sich im Obergeschoss. Um die Raumaufteilung verändern zu können, wurde extra der Treppenaufgang verlegt.

So wie im großen Saal des Gütchens sind ebenso alle Fenster und Türen im Obergeschoss erneuert worden. Komplett saniert wurde auch im Erdgeschoss der große Saal selber. Damit das gesamte Erdgeschoss jetzt behindertengerecht ist, wurde vor dem Eingangsbereich eine Rampe für Rollstuhlfahrer angebaut.

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Die Gaststätte und deren Küche, ist so wirklich das einzige, wovon die Handwerksfirmen ihre Finger gelassen haben, berichtet der Bürgermeister. Nicht wiederzuerkennen, ist auch der Bereich hinter dem Haus. Statt der alten Schuppen gibt es hier jetzt einen gemütlichen "Gütchen-Garten" zum Verweilen. Und der wird bereits, seitdem Außengastronomie erlaubt ist, rege genutzt.

"Wir laden noch zu einem Tag der offenen Tür ein, damit die Leute sehen können, was hier alles im Haus passiert ist", sagt Markus Hallmann.

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