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Das vielleicht kleinste Museum der Welt

Großschönau hat seit Sonnabend eine neue Attraktion. Die hat mit Pferdehaar zu tun und ist etwas sehr Besonderes.

Einer der ersten Besucher, die am Sonnabend das Schaufenstermuseum in Großschönau besichtigen durften.
Einer der ersten Besucher, die am Sonnabend das Schaufenstermuseum in Großschönau besichtigen durften. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Es ist das vielleicht kleinste Museum der Welt - das Schaufenstermuseum im  Großschönauer Gemeindeamt, das am Sonnabend feierlich eröffnet wurde. Es zeigt eine echte Rarität, die auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen ist:

Wer durch die Fensterscheiben in das historische Zimmer blickt, sieht eine  Biedermeier-Sitzgarnitur. Das Besondere an den Möbeln ist der Bezugsstoff aus Rosshaar. Die Rosshaarweberei war eine vor allem in Hainewalde verbreitete Kunst. Aus den langen Schweifhaaren der Pferde wurden auf speziellen Webstühlen früher Polsterstoffe für Möbel oder Wandverkleidungen hergestellt. Einer dieser Rosshaarwebstühle steht heute noch im Deutschen Damast- und Frottiermuseum in Großschönau.

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Die Sitzgarnitur, die nun im Schaufenstermuseum zu sehen ist, stammt aus dem Museumsbestand. Sie ist von den Mitgliedern des Fördervereins des Museums auf außergewöhnliche Art und Weise restauriert worden. Weil heutzutage kein Möbelbezugsstoff aus Rosshaar mehr verfügbar ist, haben Textilfachleute in fast zehnjähriger Arbeit extra auf dem noch im Museum befindlichen Webstuhl neuen Rosshaar-Stoff gewebt. 

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