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Hochwasser: Noch mal Glück gehabt

Tief Gisela hat am Mittwoch Feuerwehren und Gewässer-Anwohner in Atem gehalten. Im Gebiet von Spree und Neiße wird auch weiter vor Überschwemmungen gewarnt.

Die Mandau in Mittelherwigsdorf ist am Mittwochnachmittag über ihre Ufer getreten.
Die Mandau in Mittelherwigsdorf ist am Mittwochnachmittag über ihre Ufer getreten. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Am Mittwochabend können die hochwassergebeutelten Anwohner im Süden des Kreises Görlitz wieder vorsichtig aufatmen: Der Dauerregen, der sie den ganzen Tag über in Atem gehalten hat, hat nachgelassen. Die Pegel der Flüsse und Bäche im Einzugsgebiet von Spree und Neiße fallen wieder. Doch die Gefahr ist noch nicht ganz vorüber.

Seit dem Morgen waren die Wasserstände in den Flüssen und Bächen bedrohlich angestiegen. In Mitt elherwigsdorf und Hörnitz tritt die Mandau bereits stellenweise über die Ufer. In Zittau übersteigt der Pegel der Neiße mit bis zu 2,20 Meter die  Hochwasseralarmstufe 1. 

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Gegen Mittag gibt das Landeshochwasserzentrum in Dresden eine Hochwasserwarnung für die Flussgebiete von Spree und Neiße heraus. Die gilt auch noch weiter - vorerst bis zum Donnerstagmorgen. Es müsse mit weiteren Regenfällen in wechselnder Intensität und damit auch mit erhöhten Wasserständen gerechnet werden, heißt es aus dem Landeshochwasserzentrum, das rund um die Uhr über die aktuelle Lage informiert. 

Die Hochwasserwarnung gilt weiterhin vor allem für den Oberlauf der Spree und das Löbauer Wasser, ebenso für die Mandau und die Pließnitz. Für das Öffnen des extra  gebauten Hochwasserrückhaltebeckens in Rennersdorf hat die Landestalsperrenverwaltung am Mittwoch aber noch keinen Anlass gesehen.

In Großhennersdorf muss die Feuerwehr zum Wasserabpumpen an die Hirschfelder Straße ausrücken.
In Großhennersdorf muss die Feuerwehr zum Wasserabpumpen an die Hirschfelder Straße ausrücken. © © xcitePRESS

Die ergiebigen Regenfälle haben auch zu Überschwemmungen auf Feldern und Straßen geführt. In Großhennersdorf muss die Feuerwehr zum Wasserabpumpen an die Hirschfelder Straße ausrücken, Autofahrer müssen immer überschwemmte Stellen passieren. Die Polizei warnt vor Aquaplaning-Gefahr.

Insgesamt aber bleibt die Lage entspannt, bestätigt ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Ostsachsen. "Wir haben wieder mal Glück gehabt", so fasst es Daniel Schädlich von der Freiwilligen Feuerwehr in Oderwitz am Abend zusammen. Die Feuerwehrleute hatten sich schon auf einen Einsatz am Landwasser vorbereitet.

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