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Energie-Kabinett zieht um

Die Hochschuleinrichtung verlässt das Stadtwerke-Areal und wird am neuen Standort wieder aufgebaut. An der Friedensstraße bleiben die Zittauer Wissenschaftler aber aktiv.

Lange ist es her - 2008 eröffnete die damalige sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (Mitte) das Energietechnische Kabinett, das im ehemaligen Lehrreaktor entstanden war.
Lange ist es her - 2008 eröffnete die damalige sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (Mitte) das Energietechnische Kabinett, das im ehemaligen Lehrreaktor entstanden war. © Matthias Weber (Archiv)

Zur Eröffnung des "Energietechnischen Kabinetts" vor 13 Jahren war sogar Sachsens damalige Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange nach Zittau gekommen. Nun stehen wieder Veränderungen an - Polit-Prominenz wird diesmal nicht dabei sein. Das "Energietechnische Kabinett" (ETK) verlässt seinen angestammten Standort auf dem Gelände der Zittauer Stadtwerke und wird künftig im Haus VII der Zittauer Hochschule im ehemaligen Armeegebiet zu finden sein.

Kommenden Dienstag beginnt der Abbau, kündigt Hochschul-Kanzlerin Karin Hollstein an. Sie rechnet damit, dass das ETK bis Mitte des Jahres am neuen Standort wieder aufgebaut ist und ab dem dritten Quartal für die Lehre genutzt werden kann. "Damit gelingt die Konzentration der Labore direkt in der Fakultät Maschinenwesen", erklärt Professor Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz. Im Haus VII haben auch die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Büros bezogen. Während die DLR-Mitarbeiter im vierten Stock zu finden sind, wird das "Energietechnische Kabinett" im Erdgeschoss untergebracht.

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Vor 13 Jahren war der frühere Lehr- und Forschungsreaktor der Hochschule an der Friedensstraße für 80.000 Euro zum "Energietechnischen Kabinett" umgebaut worden. Mit dem ETK sollte bei Schülern das Interesse für die Ingenieurwissenschaften geweckt und befördert werden. Hier konnten die Schüler und Studenten den Betrieb eines Reaktors simulieren und an insgesamt elf Experimentierplätzen Versuche zu regenerativen Energien wie Solar und Wasserstoff ausführen.

Die Stadtwerke Zittau werden die bisherigen ETK-Räumlichkeiten anderweitig nutzen. Die Hochschule wird aber weiterhin auf dem Stadtwerke-Gelände tätig sein - und zwar im Zittauer Kraftwerkslabor (ZKWL). Stadtwerke und Hochschule entwickeln den Standort kontinuierlich als Produktions-, Lehr- und Forschungsstandort weiter, sagt Professor Kratzsch. Das hängt auch mit der sehr positiven Entwicklung des Kraftwerkslabors zusammen.

Das vom Bund geförderte Projekt "Aqva Heat" wurde jetzt bewilligt, wie der Rektor mitteilt. Im Rahmen dieses Projektes werden am Stadtwerke-Standort Technologien zur Bereitstellung „Grüner Fernwärme“ weiterentwickelt, aufgebaut und zur Marktreife geführt. Verbunden damit ist die Weiterentwicklung des Kraftwerkslabors. Das bedingt auch weitere Räumlichkeiten, die von den Stadtwerken angemietet werden. Diese Woche gab es laut Rektor einen Vor-Ort-Termin, bei dem über die Nutzung weiterer Flächen auf dem Gelände der Stadtwerke gesprochen wurde.

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