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Wieder Haus- und Wechselunterricht

Nach Corona-Fällen sind im Süden des Kreises Görlitz mehrere Schulen betroffen. Ein Gymnasium schickt die Schüler sogar wieder heim.

Die ersten Schulen im Kreis Görlitz unterrichten nach Corona-Fällen wieder wechselweise in halber Klassenstärke.
Die ersten Schulen im Kreis Görlitz unterrichten nach Corona-Fällen wieder wechselweise in halber Klassenstärke. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Die ersten Schulen des Landkreises sind nach dem Auftreten mehrerer Corona-Fälle wieder vom vollständigen Präsenzunterricht zum wechselseitigen Schulbesuch in jeweils halber Klassenstärke übergegangen. Das bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage der Sprecher des Landesamts für Schule und Bildung (Lasub) in Bautzen.

Der Wechselunterricht wurde den Schulen in gemeinsamer Entscheidung vom Kultus- und Sozialministerium angeordnet und gilt bis zu den Weihnachtsferien. Betroffen sind seit Donnerstag die Gymnasien in Löbau und Zittau, seit Freitag die Zittauer Parkschule. Ab kommendem Montag werden auch die Schüler am Beruflichen Schulzentrum in Zittau sowie am Oberland-Gymnasium Seifhennersdorf nur noch abwechselnd in halber Klassenstärke zum Unterricht kommen.

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Im Fall vom Zittauer Gymnasium bleiben die Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 bis zum 18. Dezember sogar ganz Zuhause - und erhalten ihre Aufgaben über das Portal LernSax. Lediglich die 11. und 12. Klassen haben weiter Präsenzunterricht. "In Anbetracht der aktuellen Situation an der Schule begrüße ich die getroffene Entscheidung", teilt der stellvertretende Schulleiter Gordon Steudner in einem Elternbrief mit. "Auf Grund der täglich mitgeteilten neuen positiven Testfälle in der Schulgemeinschaft und der häufig stark zeitversetzt verlaufenden Kontaktnachverfolgung war die gesundheitliche Unversehrtheit aller Beteiligten nicht gesichert." Ein Wechselmodell wäre angesichts von etwa 200 Schülern, die aktuell wegen Erkrankungen, positiven Tests und Quarantänen ohnehin nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, nur in sehr begrenztem Maße zielführend gewesen.

Und es kann durchaus auch noch weitere Schulen treffen, ist man sich im sächsischen Kultusministerium bewusst. Ausgenommen sind aber ausdrücklich Grundschulen, Abschlussklassen und Abschlussjahrgänge. Das Offenhalten der Schulen mit Präsenzunterricht bleibe das erste Mittel der Wahl, erklärt Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Es müsse "weiterhin das Ziel bleiben, den Schülern Bildung mit möglichst wenigen Einschränkungen zu ermöglichen", so der Minister.

Wechselunterricht kann demnach dann angeordnet werden, wenn an den Schulen mehrere nachweislich positive Corona-Fälle aufgetreten sind und der 7-Tage-Inzidenzwert bei mehr als 200 liegt. Es werde aber in jedem Einzelfall je nach Lage vor Ort in Rücksprache mit den Schulleitungen entschieden, erklärt Lasub-Sprecher Vincent Richter.

Das Wechselmodell soll aber die Ausnahme bleiben. "Im Interesse jedes einzelnen Schülers müssen wir dafür sorgen, dass der Unterricht an Schulen, die nur wenig oder gar nicht von Infektionen betroffen sind, im Regelbetrieb weiterlaufen kann, solange es möglich ist", sagt der Kultusminister.

Wie viele Schüler, Klassen, Hortgruppen und Lehrer sich aktuell in Quarantäne befinden, darüber liegen dem Schulamt in Bautzen keine Zahlen vor.

In der ursprünglichen Version des Beitrags teilte das Landesamt für Schulen und Bildung mit, dass ab dem kommenden Montag auch die Schüler der Ebersbacher Andert-Oberschule nur noch abwechselnd in halber Klassenstärke zum Unterricht kommen. Das ist falsch. Betroffen ist zwar die Oberschule Ebersbach, aber gemeint ist die bei Radeburg.

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