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Für andere Kinder ist sie ganz normal

Farah aus Zittau hat das Down-Syndrom. Seit sie in den Ferienhort der Lebenshilfe geht, sammelt sie neue Erfahrungen - ohne Einschränkungen.

Katja Zerbe mit ihrer Tochter Farah, die mit dem Down-Syndrom auf die Welt kam.
Katja Zerbe mit ihrer Tochter Farah, die mit dem Down-Syndrom auf die Welt kam. © Matthias Weber

Was für viele andere Eltern mehr oder weniger selbstverständlich ist, war für Katja Zerbe keine einfache Entscheidung – nämlich eine passende Ferienbetreuung für ihre Tochter Farah zu finden. Farah kam mit dem Down-Syndrom auf die Welt, also dem angeborenen Zusammentreffen einer geistigen Behinderung und körperlicher Fehlbildungen. Die Mutter wünscht sich Betreuer, die einfühlsam auf ihre besondere Situation eingehen.

Ein entsprechendes Angebot bietet der Familienentlastende Dienst (FeD) der Lebenshilfe Zittau mit dem Regenbogenhaus an. Zuerst sei sie ein wenig skeptisch gewesen, erzählt die Mutter. Würde es ihrer großen Tochter dort gefallen? Würden die Betreuer auf ihre Besonderheiten eingehen? Mit diesen Fragen im Hinterkopf verfolgten die Eltern die ersten Tage im Regenbogenhaus.

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Doch bereits der erste Besuch sei ein voller Erfolg gewesen, erinnert sich Katja Zerbe. Damals gingen die FeD-Mitarbeiter mit allen Kindern zur großen Faschingsfeier ins Domino. Das dort erlebte Miteinander und gegenseitige Begegnen auf Augenhöhe auch mit nichtbehinderten Kindern habe ihre Tochter auf Anhieb begeistert, erzählt sie. Und so sei es geblieben. Farah findet die Ferienbetreuung Spitze. Die Kinder gehen ins Kino, zum Bowling oder in den Tierpark, auch Töpfern waren sie schon und manchmal fahren sie mit der Bimmelbahn ins Gebirge. Wichtig für die Mutter ist dabei, dass die Kinder nicht nur unter sich bleiben, sondern an der Welt und der Kultur um sie herum teilnehmen wie jeder andere.

Hilfe beim selbstständig werden

Dieses bei den Besuchen im Regenbogenhaus immer wieder erfahrene individuelle Mittendrin ist es, was ihr besonders gefällt. Farah gehe sehr gerne dorthin und betrachtet ihn zunehmend als "ihren" Ferienhort, sagt sie. Ihre Tochter sammle dort ganz selbstverständlich neue und vielfältige Erfahrungen, ohne von ihrer Einschränkung behindert zu werden. Das helfe ihr beim selbstständig werden. Auch für sie als Eltern sei dieses Angebot eine große Hilfe. Dadurch können sie ihren Berufen nachgehen und wissen, dass ihre Tochter in dieser Zeit gut betreut wird.

Dazu gehöre auch der freundschaftliche und respektvolle Umgang miteinander. Alle begegnen sich auf Augenhöhe und andere Kinder behandeln sie als eine von ihnen. Das sei nicht überall so, aber für Farah ungeheuer wichtig, so die Mutter.

Nun geht ihre Tochter schon seit fünf Jahren ins Regenbogenhaus zur Ferienbetreuung und Katja Zerbe möchte dafür endlich einmal auch öffentlich Danke sagen – für die super Betreuung, den persönlichen Einsatz und das Schaffen einer vertrauten Atmosphäre für alle Kinder durch die Mitarbeiter. Die Eltern schätzen deren Arbeit. "Auch weil wir wissen, dass es durch die Besonderheiten der zu betreuenden Kinder sicher nicht immer ganz leicht und reibungslos zu gestalten ist", sagt Katja Zerbe.

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