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Zittau

Feuerwehr warnt vor Betreten des O-Sees

Die zugefrorene Wasserfläche lockt. Doch die Dicke der Eisschicht auf diesem Gewässer ist trügerisch. Wer einbricht, hätte kaum eine Überlebenschance.

Der Olbersdorfer See friert zu. Vor dem Betreten des Eises wird aber tunlichst gewarnt.
Der Olbersdorfer See friert zu. Vor dem Betreten des Eises wird aber tunlichst gewarnt. © Matthias Weber/photoweber.de

Die kommenden Tage werden frostig: Bis auf minus 17 Grad Celsius wird das Thermometer am Mittwoch in der Region Löbau-Zittau fallen, örtlich - wie im Landwassertal in Oderwitz sogar bis auf minus 19 Grad. Bei dieser Kälte frieren auch die Seen und Teiche zu.

Aber Vorsicht! In Olbersdorf warnt Feuerwehr-Chef Michael Noack eindringlich vor dem Betreten der Eisfläche auf dem See: "Das sollte man auf diesem Gewässer tunlichst unterlassen", sagt der Wehrleiter. Im See gebe es Strömungen und Quellaufstöße, die dafür sorgen, dass die Eisschicht nicht gleichmäßig dick ist, erklärt er.

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Wer bei diesen eisigen Temperaturen einbricht, hat kaum eine Überlebenschance, weiß Jens Strangfeld, Ausbildungs- und Einsatzleiter bei der DLRG. "Es setzt sofort eine Muskelstarre ein, gefolgt vom Stocken der Atmung", erklärt der Wasserrettungs-Experte. In dieser Situation sei es kaum möglich, sich selbst aus dem eiskalten Wasser zu befreien.

Ein Mensch halte in so einer Lage nur wenige Minuten aus. So schnell aber könne kein Lebensretter vor Ort sein. Zwar haben die Olbersdorfer Feuerwehrleute die Eisrettung trainiert, dennoch sei es illusorisch, einen Menschen binnen ein, zwei Minuten lebend aus dem Wasser zu befreien.

Gemeinde muss nicht haften

Wer das Eis auf dem O-See trotz aller Warnungen betritt, tut das ausschließlich auf eigene Gefahr. Die Gemeinde Olbersdorf, zu deren Territorium das Freizeit- und Erholungsgebiet gehört, kann für mögliche Schäden nicht haftbar gemacht werden. "Für uns als Gemeinde besteht für die Wasserfläche keine Verkehrssicherungspflicht", erklärt Bürgermeister Andreas Förster (FDP).

Die Gemeinde als Grundstückseigentümer müsse also keine Sicherheitsvorkehrungen treffen. "Wir werden das Betreten der Eisfläche deshalb weder erlauben noch verbieten", so Förster. "Diese Entscheidung muss jeder Einzelne in eigener Verantwortung für sich und seine Familie selbst treffen - eben auf eigene Gefahr."

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