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Fridays for Future wieder in Zittau

Dem Aufruf der Umwelt-Aktivisten sind am Freitagnachmittag 70 Schüler, Erwachsene und junge Familien gefolgt.

Etwa 70 Leute waren am Freitagnachmittag dem Aufruf von Fridays for Future zur Demonstration auf dem Zittauer Marktplatz gefolgt.
Etwa 70 Leute waren am Freitagnachmittag dem Aufruf von Fridays for Future zur Demonstration auf dem Zittauer Marktplatz gefolgt. © Matthias Weber/photoweber.de

"Ihr seid lästig", sagt Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) am Freitagnachmittag zu etwa 70 Leuten, die auf dem Marktplatz, wie in 800 anderen Städten in Deutschland gleichzeitig, für den Klimaschutz demonstrierten. Und das meinte er durchaus positiv. Thomas Zenker forderte nach seiner Rede die Teilnehmer sogar auf, weiterhin lästig zu sein.

Die Region um Zittau ist ein positives Beispiel für den Klimaschutz. Statt Kohleverstromung wurde hier Rekultivierung betrieben, wie der Olbersdorfer See zeigt. Andererseits gibt es nicht weit davon entfernt ein gigantisches Loch, schilderte er. "Ich kann unseren polnischen Nachbarn nicht sagen, was sie zu tun haben. Aber wir können ihnen sagen, das sie sich an EU-Normen halten müssen", so der Oberbürgermeister mit Blick auf den Streit um die Grube gleich hinter der Grenze.

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Bei Familie Weiland hatte jeder ein eigenes Transparent für den Klimaschutz.
Bei Familie Weiland hatte jeder ein eigenes Transparent für den Klimaschutz. © Matthias Weber/photoweber.de
Auch Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker sprach zu den Klima-Aktivisten auf dem Marktplatz.
Auch Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker sprach zu den Klima-Aktivisten auf dem Marktplatz. © Matthias Weber/photoweber.de
"Klimaschutz beginnt auf dem Teller" steht auf dem Plakat dieses Teilnehmers.
"Klimaschutz beginnt auf dem Teller" steht auf dem Plakat dieses Teilnehmers. © Matthias Weber/photoweber.de

Fridays for Future (FFF) hat am Freitag nach einer corona-bedingten langen Pause deutschlandweit mehr Klimagerechtigkeit und klimapolitische Maßnahmen gefordert, die die Erderhitzung auf 1,5°C begrenzen. Dem Aufruf der Zittauer Ortsgruppe waren Schüler, Erwachsene und junge Familien gleichermaßen gefolgt. Mehrere Redner warben für erneuerbare Energien und für einen Weg weg von Kohle- und Kernenergie.

Trotz einer Bänderdehnung wollte die neunjährige Sophie Geißler unbedingt dabei sein und trat mit ihrem Vati und ihrer Freundin für den Klimaschutz ein. Sie hat sicherlich nicht alles verstanden, was manch Redner über Kernenergie und CO2-Belastung sagte. Was sie aber auf ihr Transparent geschrieben hatte schon. "Kein Plastik - mehr Bäume" stand darauf. "Mich ärgert immer, wenn wir im Wald wandern und dort so viel Plastik rumliegt", sagt sie.

Auch Christiane Weiland ist mit ihrem Mann und den zwei Kindern zur Demonstration gekommen. Die Familie ist von Düsseldorf hierher gezogen. "Da ist Kohle schon immer ein Thema", sagt sie. Die Familie wandert gern. Und in den Wäldern, ist der Klimawandel nicht zu übersehen. Sie sind hier, weil sie auch in punkto Klimaschutz ihre Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen wollen.

Nathalie Neumann und Johanna Hallfahrt sind zufrieden, dass trotz Schneeregen und Kälte immerhin etwa 70 Leute kamen. Die beiden 17-Jährigen gehören zur Zittauer Ortsgruppe von "Fridays for Future". Und sie sind sicher, dass es jetzt wieder mehr Aktionen von FFF für den Klimaschutz gibt.

Die Bewegung Fridays for Future kämpft seit ihrer Gründung im Sommer 2018 gegen die Auswirkungen des Klimawandels und für die weltweite Einhaltung der Klimaziele. In Zittau gab es bereits im Mai 2020 eine Kundgebung auf dem Markt, im September gingen sie abermals für den Klimaschutz auf die Straße.

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