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Leutersdorf will Fördergeld nicht hergeben

Die Sanierung des Gemeindezentrums in Spitzkunnersdorf wird viel billiger. Und dadurch wird nicht nur der Wunsch einer Hausärztin erfüllt.

Die Sanierung des Gemeindezentrums an der Hauptstraße in Spitzkunnersdorf ist fast abgeschlossen.
Die Sanierung des Gemeindezentrums an der Hauptstraße in Spitzkunnersdorf ist fast abgeschlossen. © Matthias Weber/photoweber.de

Meistens werden heutzutage Baumaßnahmen teurer als geplant. Oft sogar viel teurer. In Leutersdorf ist jetzt genau das Gegenteil passiert. Das Sanieren des Gemeindezentrums im Ortsteil Spitzkunnersdorf ist preiswerter geworden. 532.000 Euro werden von 2019 bis 2021 in das zu 75 Prozent geförderte Projekt investiert. "Wir hatten super Ausschreibungsergebnisse und die Senkung der Mehrwertsteuer trug auch nicht unerheblich dazu bei", berichtete Bauamtsleiterin Cornelia Oehrling auf der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr.

Dennoch sollten die Gemeinderäte jetzt gleich für vier Gewerke Beschlüsse wegen Kostenerhöhungen für das Bauprojekt fassen. Denn die Gemeinde will nicht benötigte Fördermittel für das Gebäude nicht zurückgeben. Sie hat deshalb im Gemeindezentrum mehr gemacht beziehungsweises will das noch, als ursprünglich geplant war. "Wir haben das Geld wirklich sinnvoll verwendet", sagt Cornelia Oehrling.

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Bürgermeister Bruno Scholze (CDU) bestätigt das. Insgesamt rund 28.500 Euro werden so für zusätzliche Elektrik-, Dämm-, Putz- Tischler-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten mehr ausgegeben.

Zweites Behandlungszimmer für Arztpraxis

So hatte die Hausärztin, die im Erdgeschoss des Gemeindezentrums ihre Praxis betreibt, sich ein zweites Behandlungszimmer gewünscht. Die elektrische Anlage musste dafür angepasst werden. "Das zweite Behandlungszimmer hat sich bereits bewährt, weil die Ärztin damit einen extra Zugang für die Leute hat, die sich testen lassen wollen", schildert der Bürgermeister. Die Versicherung, die das Zimmer bisher nutzte, ist ins Obergeschoss gezogen.

Zudem ist am Haupteingang des Gemeindezentrums eine Schließanlage installiert worden. Das Behinderten-WC im Haus wurde aus- und ein Ruf-Set für den Notfall eingebaut. Zudem ist die Lüftung der Sanitäranlagen gleich mit repariert worden. Und dank des eingesparten Geldes hat die Gemeinde auch den Austausch der Fenster der angrenzenden Rettungswache sowie die Reparatur der Gaubenfenster und deren Neuverglasung in Auftrag gegeben.

Außerdem soll noch beim Giebel am Sanitärtrakt auf der Hofseite die alte Holzverschalung gegen eine langlebige wartungsfreie Fassadenverkleidung ausgetauscht werden. Auch noch für kleinere Dachreparaturen reicht das Geld.

Zudem gibt es noch 25.000 Euro für den Spielplatz

Als erstes sind 2019 im Gemeindezentrum die Toiletten und der Sanitärtrakt saniert und ein Treppenlift eingebaut worden, damit das Haus einen behindertengerechten Zugang hat. Im Vorjahr folgte dann die Sanierung des Hauptgebäudes. 2021 wird nun der Außenbereich neu gestaltet.

Das Gemeindezentrum ist ein wichtige Anlaufpunkt im Ort. Hier befinden sich nicht nur eine Arztpraxis, Versicherung, Bibliothek und die Heimatstuben. Das Haus wird von der Kirche und Vereinen, wie dem Sängerbund, den Geflügel- und Kaninchenzüchtern und den Modelleisenbahnern genutzt. Im Nebengebäude im Hof befinden sich eine Physiotherapie, die DRK-Rettungswache des Landkreises für das Oberland und das Feuerwehrdepot. Der Spielplatz gleich neben der Feuerwehr soll übrigens 2021 für etwa 25.000 Euro mit neuen Geräten ergänzt werden.

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