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Mittelherwigsdorf hat ein Luxusproblem

Noch nie gab es so viele Klassen an der Grundschule. Deshalb muss die Gemeinde nun erneut reagieren und investieren.

In den "Neubau" der Mittelherwigsdorfer Grundschule, der direkt an das alte Schulgebäude anschließt, richtet die Gemeinde jetzt im Obergeschoss ein achtes Klassenzimmer wegen der gestiegenen Schülerzahlen ein.
In den "Neubau" der Mittelherwigsdorfer Grundschule, der direkt an das alte Schulgebäude anschließt, richtet die Gemeinde jetzt im Obergeschoss ein achtes Klassenzimmer wegen der gestiegenen Schülerzahlen ein. © Matthias Weber (Archiv)

Die Gemeinde Mittelherwigsdorf hat ein Luxusproblem. Die Klassenzimmer in der Grundschule reichen im nächsten Schuljahr nicht mehr aus. Erstmals wird dann hier von der ersten bis zur vierten Klasse zweizügig unterrichtet. Das gab es an der Schule bisher noch nie.

Ein Musikzimmer soll dafür jetzt im Schulneubau zum achten Klassenzimmer umgebaut werden, berichtet Hauptamtsleiterin Birgit Pfennig. 20.000 Euro möchte die Gemeinde dafür investieren. In der Summe ist auch das Geld für die nötigen Möbel für das Zimmer enthalten. Außerdem sollen für 5.000 Euro neue Tische und Stühle für den Speiseraum gekauft werden.

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Mit 70 Prozent der Kosten könnte Mittelherwigsdorf dabei an Fördermitteln rechnen. Um die beantragen zu können, wurde jetzt auf der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres die Finanzierung des Projektes in den Haushalt für 2021 eingestellt. Das haben die Gemeinderäte einstimmig beschlossen.

Vor drei Jahren schon geahnt und jetzt Realität

Bereits im Juni 2018 hatten die Gemeinderäte einen ähnlichen Beschluss gefasst, weil für das Schuljahr 2018/2019 wieder etwa 40 Schüler eingeschult und damit erneut zwei 1. Klassen gebildet wurden. Deswegen wurde damals ein siebentes Klassenzimmer dringend gebraucht.

An der Grundschule war damals zum Glück gerade Platz für zusätzliche Unterrichtsräume frei geworden. Denn im März 2018 konnten die Hortkinder im Gelände der Grundschule in den Hortneubau umziehen. In das "Herschdurfer Hort Häusl" - kurz H3 genannt - waren 1,38 Millionen Euro investiert worden. Weil die Gemeinde Mittelherwigsdorf für ihre Grundschule schon vor drei Jahren mit künftig acht Klassen und über 140 Schülern rechnete, hatte sie eine Sondergenehmigung für den Hort erhalten, um hier 125 Kinder betreuen zu können. Jetzt ist es Realität.

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